Allergene in Lebensmitteln: 4. Internationale Fresenius-Konferenz

07.04.2010 | Dortmund
Forschung, Gesetzgebung und Praxis: Expertentreffen vom 10. bis 11. Juni in Frankfurt/Main

Pestizidrückstände, Gifte und Keime werden oft mit Gesundheitsschäden in Verbindung gebracht, wenn es um Ernährung geht. Aber manchmal ist es das Nahrungsmittel selbst, oder dessen Bestandteile, das den Verbraucher gefährdet. Lebensmittelallergien sind auf dem Vormarsch - zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung. Niemand kennt den exakten Anteil Betroffener in der Bevölkerung, deren Immunsystem Antikörper gegen eines oder mehrere Lebensmittelproteine produziert. Aber das ist nicht die einzige Frage, die zu klären ist: Zwölf Nahrungsbestandteile sind verantwortlich für mehr als 90 Prozent der Allergien. Jedoch ist es bisher nicht gelungen, klare Grenzwerte festzulegen, ab denen Lebensmittelallergene eine Reaktion auslösen. Für Forschung und Gesetzgebung ist es eine Herausforderung, verlässliche und praktikable Methoden zu finden, um das Allergiepotenzial von Nahrungsmitteln zu bestimmen. Die Anstrengungen von Wissenschaft, Politik und Industrie zielen darauf ab, Risiken für Allergiker zu mindern. Vom 10. bis 11. Juni 2010 veranstalten die Akademie Fresenius und das SGS Institut Fresenius die 4. Internationale "Food Allergens"-Konferenz in Frankfurt am Main. Klinische Aspekte, gesetzliche und wissenschaftliche Faktoren, Analytikansätze und industrielle Praxis bilden die Schwerpunktthemen des zweitägigen Expertentreffens.

Unter den 18 Referenten aus Europa und den USA sind Vertreter der US-amerikanischen Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit FDA, der Europäischen Kommission sowie von Forschungsinstituten, Kliniken und der Industrie. Die Fresenius-Konferenz wird über die finalen Ergebnisse des Forschungsprojekts "EuroPrevall" informieren, das die Verbreitung, die Kosten und die Grundlagen von Lebensmittelallergien in Europa untersucht. Außerdem wird über die aktuelle "Peanut Threshold Study" des dem Food Allergy Research and Resource Program (FARRP) der Universität Nebraska diskutiert. Risikokommunikation wird auch auf der Agenda sein: Experten erörtern die Frage, welchen Einfluss die Lebensmittelkennzeichnung auf die Verbraucher hat. Schwellenwerte bilden einen weiteren thematischen Fokus, der im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Wissenschaftlern, EU-Vertretern und Lebensmittelproduzenten behandelt wird. Tag zwei der Konferenz konzentriert sich auf verschiedene Methoden der Allergenanalytik und auf Risikomanagement-Ansätze der Industrie..

Quelle: Pressemeldung Die Akademie Fresenius GmbH

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