Eisai unterstützt das Europäische Register für Schwangerschaften unter Antiepileptika (EURAP).

20.12.2005 | Frankfurt
Ein entsprechender Spendenvertrag wurde mit der Deutschen Sektion des EURAP Ende November 2005 abgeschlossen.

Als human health care Unternehmen ist sich Eisai in besonderem Maße seiner Verantwortung den Patienten und ihren Familien gegenüber bewusst. Diesem Anspruch tragen wir in den bisherigen Indikationsgebieten mit zahlreichen Projekten auf allen Ebenen des Unternehmens Rechnung. Wir wollen uns dieser Verantwortung auch im Bereich der Antiepileptika stellen.

Was ist EURAP?

EURAP wurde 1999 in Europa als Projekt von unabhängigen Forschergruppen ins Leben gerufen, die sich auf ein gemeinsames Protokoll für die prospektive Erfassung von Schwangerschaften unter Einnahme von Antiepileptika geeinigt haben. Der Aufbau eines europäischen Schwangerschaftsregisters bildet die Basis für diese Studie mit dem Ziel zu ermitteln, wie sicher die verschiedenen Antiepileptika für das ungeborene Kind sind. Dazu vergleichen die Forscher anhand der Protokolle, wie häufig es zu angeborenen Fehlbildungen und zu vorgeburtlichen Wachstumsverzögerungen kommt.

Warum ein Schwangerschaftsregister?

Die Einnahme von Antiepileptika während der Schwangerschaft geht mit einem erhöhten Fehlbildungsrisiko für das Kind einher. Dennoch ist es in der Regel ratsam, die antiepileptische Medikation während der Schwangerschaft fortzuführen, da unkontrollierte Anfälle ein Risiko für das ungeborene Kind darstellen.

In der großen Mehrzahl verlaufen Schwangerschaften unter dem Einfluss von Antiepileptika unkompliziert. Eine differenzierte Einschätzung des Risikos für Fehlbildungen, insbesondere für die neu entwickelten Antiepileptika, ist bisher jedoch nicht möglich.

Wie funktioniert EURAP?

EURAP ist eine reine Beobachtungsstudie und nimmt keinen Einfluss auf die Therapie, die der behandelnde Arzt verordnet. Das Ziel des Projektes besteht in der Sammlung von Daten hinsichtlich der Risikofaktoren für kindliche Fehlbildungen, der Antiepileptika-Exposition während der Schwangerschaft, sowie der Häufigkeit und der Art kindlicher Fehlbildungen.

Derzeit werden in Europa Netzwerke kooperierender Ärzte aufgebaut. Jede Region hat einen eigenen regionalen Koordinator und ein eigenes Register. Die teilnehmenden Ärzte können die Anmeldungen und Fallberichte ihrer Patientinnen an die regionalen Koordinatoren senden, die wiederum die Berichte an das EURAP-Zentralregister in Mailand (Italien) weiterleiten. In Deutschland ist Frau Prof. Dr. Bettina Schmitz von der Neurologischen Poliklinik der Charité, Berlin, für die Koordination verantwortlich.

Detaillierte Informationen und weiterführende Materialien finden Sie unter http://www.eurap-germany.de/ .

Quelle: Pressemeldung Eisai GmbH

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