Europas erster PET/MRT-Ganzkörperscanner bietet neueste Möglichkeiten in der Medizin-Forschung
Dieser Untersuchungscontainer wurde direkt an das Klinikgebäude angeschlossen und war innerhalb weniger Tage funktionstüchtig. Da das System bisher noch nicht für den klinischen Routine-Betrieb zugelassen ist, wird es zunächst in der Forschung eingesetzt.
Eine technologische Meisterleistung
Mit der Entwicklung dieses Systems hat Philips eine echte technologische Meisterleistung vollbracht, denn in ihm vereinen sich zwei bisher nicht kombinierbare Bildgebungstechnologien -die Magnetresonanztomographie (MRT) und die Positronenemissionstomographie (PET). Die Verknüpfung dieser zwei Systeme für die Ganzkörper-Bildgebung ist bisher noch nicht gelungen, da das Magnetfeld des MRT die Funktion des PET zu stark beeinträchtigt hat. Von diesem neuartigen Hybrid-System sind bisher weltweit zwei Geräte installiert worden. Sie werden zunächst im Rahmen klinischer Studien im Mount Sinaï Hospital in New York und am Universitätsspital in Genf eingesetzt. Mehrere Forschungsprojekte sollen den Mehrwert des Geräts und die diagnostische Effizienz in verschiedenen Bereichen nachweisen.
Zwei Untersuchungen in einer
Die Verbindung von Magnetresonanz- und Positronenemissionstomographie ermöglicht die Sichtbarmachung der räumlichen Strukturen und Stoffwechselaktivität der Organe auf einem und demselben Bild. "Die Kombination der anatomischen Darstellung durch MRT und des Metabolismus durch den applizierten, radioaktiv markierten, Tracer für PET wird einen Vorteil für die Verfolgung und Vorhersage sowie die Überwachung der Behandlung von Krebskrankheiten bieten und genauere Erkenntnisse dazu liefern, wie die Patienten auf diese Behandlungen ansprechen. Wir glauben auch, dass die Hybrid-Bildgebung in anderen Bereichen mehr Potenzial haben wird, insbesondere in der kardiovaskulären Bildgebung sowie in der Neurologie, und zur Erkennung und Beurteilung von degenerativen und neurologischen Krankheiten," erläutert Professor Osman Ratib, Chefarzt der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin der Universität Genf, die Einsatzgebiete des innovativen Systems.
Derzeit werden beide Untersuchungen mit MRT und PET separat voneinander und oftmals an verschiedenen Tagen durchgeführt. Im Nachgang beider Untersuchungen werden die Bilder an der Nachbearbeitungs-Konsole übereinander gelegt. Die Ergebnisse können daher nur schwer in Übereinstimmung miteinander gebracht werden, da der Patient nie auf den Millimeter genau dieselbe Position einnimmt und auch die Ausrichtung der jeweiligen Scanner nicht immer präzise übereinstimmt.
Die PET/MRT-Methode differenziert sich in besonderem Maße gegenüber der bereits seit einigen Jahren etablierten PET/CT-Diagnostik. Diese wird ebenfalls zur Erkennung von Krebserkrankungen eingesetzt. Jedoch zeigt das PET/MRT-Verfahren bereits einige deutliche Vorteile: die wesentlich höhere Sensitivität und bessere Weichteil-Kontrastdarstellung des MRT in Kombination mit PET, eignet sich besonders gut zur funktionalen Bildgebung in der Neurologie. Auch können Gewebeveränderungen bereits in einem deutlich früheren Stadium dargestellt, erkannt und daher auch rechtzeitiger behandelt werden.
Von der neuen Hybrid-Technik erhoffen sich Bildgebungsspezialisten verschiedenste komplexe Erkrankungen wie u. a. Gebärmutter- und Eierstock-, Brust- oder Prostatakrebs erkennen, aber auch harte und weiche Plaques besser diagnostizieren zu können. In der Neurologie versprechen die Forscher sich degenerative Erkrankungen frühzeitiger zu erkennen sowie auch entsprechende Behandlungsfortschritte exakter verfolgen zu können. Die gleichzeitige Durchführung beider Untersuchungen wird den Patienten in Zukunft einen größeren Komfort bieten. Ebenso wird durch das neue Hybrid-Verfahren die Diagnosekapazität in der Klinik erhöht.
Quelle: Pressemeldung Philips Deutschland GmbH
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