Gesundheit und Menschenrechte in Entwicklungsländern fördern

15.10.2008 | Berlin
Ergebnisse sollen zum Erreichen der Millenniumsentwicklungsziele beitragen und in die Weltbevölkerungskonferenz 2009 einfließen

Familienplanung, Müttergesundheit, Sexualität und HIV/Aids sind sensible und kontrovers diskutierte Themen bei der Entwicklung von Strategien und Zielen in der Entwicklungszusammenarbeit. Deshalb widmen sich in der diesjährigen Veranstaltung der Dialogreihe zu Bevölkerung und nachhaltiger Entwicklung internationale Experten dem bewußten Umgang mit diesen Themen. Die Ergebnisse der Veranstaltung, die unter anderem von der Bayer Schering Pharma AG unterstützt wird, sollen in die Diskussionen im Jahr 2009 zum Erreichen der Millenniumsentwicklungsziele sowie in die Weltbevölkerungskonferenz in Kairo (ICPD) einfließen. Bayer Schering Pharma unterstützt als weltweiter Marktführer bei hormonellen Verhütungsmitteln seit über 45 Jahren Familienplanungsprogramme in aller Welt. „Unsere Expertise in der Frauengesundheit verpflichtet uns dazu, Familienplanung in Entwicklungsländern zu einem festen Bestandteil unseres gesellschaftlichen Engagements zu machen“, so Professor Andreas Busch, Forschungsvorstand bei Bayer Schering Pharma. „Mit unserem Wissen und unserer Kompetenz wollen wir helfen, nachhaltige Lösungen für die Gesundheitsfürsorge in diesen Ländern zu finden.“ Besondere Schwerpunkte der Diskussion sind die Rolle von Kultur und Tradition in Bezug auf Sexualität. Ferner die Frage, wie Jugendliche am besten erreicht und wie Männer stärker in entsprechenden Programmen berücksichtigt werden können. Ein wesentlicher Fokus liegt darüber hinaus auf den Möglichkeiten, Frauenrechte weiter zu stärken. Etwa 150 Teilnehmer aus Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika tauschen sich am 15. und 16. Oktober 2008 in Berlin zu diesen Themen aus. Die Beachtung von Werten, Normen und Tabus entscheidet über das Gelingen von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit. Unterschiedliche Kulturen erfordern unterschiedliche Herangehensweisen. Selbst Programme mit gleichem Fokus wie Kampagnen zur Müttergesundheit oder Bekämpfung von Teenagerschwangerschaften lassen sich daher in unterschiedlichen Ländern nicht auf die gleiche Art und Weise durchführen. In einer die Konferenz begleitenden und öffentlichen Ausstellung präsentieren Experten aus Afrika, Lateinamerika, Asien und Europa ihre Erfahrungen bei der Umsetzung von Programmen und Projekten. Auf dem Podium am 15. Oktober diskutieren Esther Murugi Mathenge, Minister of Gender, Children Affairs and Social Development (MOG) aus Kenia, Douglas Mendoza Urrutia aus Nicaragua von einer Nichtregierungsorganisation, die insbesondere Männer als Partner in ihren Entwicklungsprogrammen einbindet, und Itchyban, Frontmann der multikulturellen Musikgruppe Culcha Candela aus Berlin, der über seine Möglichkeiten sprechen wird, Jugendliche mit Themen wie Verhütung oder Sex zu konfrontieren. Referenten am 16. Oktober sind Thoraya Obaid, Exekutivdirektorin des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA), Gita Sen, Professorin an der Harvard School of Public Health und Co-Koordinatorin der Arbeitsgruppe Frauen und Gleichstellung der Geschlechter bei der WHO, der ehemalige UN-Sonderberichterstatter über das Recht auf Gesundheit, Prof. Paul Hunt, und die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul.

Quelle: Pressemeldung Bayer Schering Pharma AG

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