Impfungen auffrischen

15.10.2008 | Köln
In Deutschland sind immer noch zu wenige Menschen geimpft. Darauf weißt das Gesundheitsministerium aufgrund aktueller Zahlen des Robert-Koch-Instituts hin. Der Grund hierfür liegt bei Kindern wie Erwachsenen unter anderem im Auslassen von nötigen Auffrischimpfungen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt regelmäßig, wer sich wann gegen was impfen lassen sollte.

Darauf aufbauend haben die Gesundheitsexperten der Central Krankenversiche rung einen praktischen Impfkalender als Erinnerungsstütze entwickelt, der kostenfrei im Internet unter www.central.de/impfkalender heruntergeladen werden kann. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich bis 2010 zum Ziel gesetzt, Masern weltweit auszurotten. Von diesem Ziel ist Deutschland noch weit entfernt. Denn nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sind Masernepidemien erst bei einer Impfquote von 95 Prozent nahezu ausgeschlossen und damit auch Ungeimpfte geschützt. Der aktuelle Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) des Instituts zeigt jedoch, dass "zwar fast 94 Prozent der Kinder und Jugendlichen einmal gegen Masern geimpft sind. Doch nur 74 Prozent haben die notwendige Zweitimpfung erhalten". Central-Gesundheits expertin Dr. med. Kristina Lickvers sieht den Grund für die wachsende Impfmüdigkeit im Erfolg der großen Impfkampagnen der letzten Jahrzehnte: "Viele Menschen kennen die Auswirkungen von Infektionskrankheiten wie Röteln, Mumps oder Masern nicht mehr und verlieren damit das Gefühl für die von ihnen ausgehende Gefahr", erläutert sie. Diverse Todesfälle aufgrund von Folgekrankheiten wie beispielsweise Hirnhautent zündung zeigen jedoch die immer noch aktuelle Brisanz des Themas.

Da häufig lediglich der Überblick fehlt, welche Impfungen zu welchem Zeitpunkt erneuert werden müssen, haben die Central-Gesundheitsexperten rund um Dr. med. Kristina Lickvers einen praktischen Impfkalender entwickelt. Er ist analog zum weit verbreiteten gelben Impfbuch aufgebaut, in dem alle Impfungen vermerkt werden. Dort passt der Kalender in Form eines Faltblatts perfekt als persönliche Erinnerungsstütze hinein. Gleichzeitig ist eine DIN A4-Variante für die Pinnwand oder den Medizinschrank verfüg bar. In beiden Fällen wird für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren auf einen Blick sichtbar, welche Standardimpfungen die STIKO empfiehlt und in welchen Abstän den sie aufgefrischt werden sollten.

Die STIKO besteht aus derzeit 16 vom Bundesminister für Gesundheit berufenen Exper ten. Sie geben unter anderem zweimal jährlich Empfehlungen zur Durchführung von Schutzimpfungen heraus. Der Impfkalender unter www.central.de/impfkalender basiert auf den aktuellen Anregungen der STIKO.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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