Selbstbestimmte Familienplanung: weltweite Initiative für Müttergesundheit und Kampf gegen Kindersterblichkeit

11.11.2009 | Leverkusen
Die neue Bayer HealthCare Initiative "Familienplanung" soll die seit 40 Jahren bestehenden Aktivitäten in Entwicklungsländern zusammenfassen und durch neue Projekte mit internationalen Partnern stärken. Bayer nimmt damit seine gesellschaftliche Verantwortung als globaler Marktführer auf dem Gebiet der oralen, hormonellen Verhütung und als führendes Pharmaunternehmen auf dem Gebiet der Frauengesundheit wahr.

Diese Initiative adressiert den globalen Trend des Bevölkerungswachstums und hilft drei von acht Millennium-Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (UN) zu erfüllen: die Gleichberechtigung der Geschlechter zu stärken, Kindersterblichkeit zu reduzieren und Müttergesundheit zu verbessern. Durch mehr Gesundheitsinformationen und Aufklärung soll auch das Risiko von HIV-Infektionen und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen sowie das Risiko ungeplanter Schwangerschaften und die Zahl unsicherer Schwangerschaftsabbrüche gesenkt werden.

So wird Bayer HealthCare neue Wege gehen, um Menschen in ärmeren Regionen mit Verhütungsmitteln zu versorgen. Eine differenzierte Preisgestaltung - nach Kaufkraft und Marktbedingungen - soll in Entwicklungsländern zum Tragen kommen.

Als erster Schritt wurde am 30. September 2009 mit der US-amerikanischen Entwicklungsorganisation United States Agency for International Development (USAID) ein Vertrag darüber abgeschlossen, in ausgewählten Ländern Afrikas einen so genannten zweiten Markt für Verhütungsmittel zu schaffen. Dadurch erhalten insbesondere Frauen der Mittelschicht die Chance, orale Kontrazeptiva in Apotheken zu einem gegenüber dem Marktpreis reduzierten Preis zu erwerben.

USAID und Bayer Schering Pharma werden in dem weltweit ersten Projekt dieser Art mit dem oralen Kontrazeptivum Microgynon Fe in Äthiopien, Tansania und Uganda starten. Die Länder Nigeria, Kenia, Elfenbeinküste, Kamerun, Senegal, Benin, Togo und Malawi sollen folgen. Während Bayer seine medizinische Expertise und Verhütungsmittel bereit stellt, wird die Entwicklungsorganisation ihren Schwerpunkt auf das Sozialmarketing in der Region legen.

Neue Aufklärungsinitiativen

Das Unternehmen will zudem Menschen, die in einer sexuellen Beziehung leben oder dies planen, eine bewusste Entscheidung über die Verhütung von ungeplanten Schwangerschaften und die Vermeidung von sexuell übertragbaren Krankheiten ermöglichen. So arbeitet Bayer mit verschiedenen Nicht-Regierungsorganisationen zusammen, um Aufklärungsprogramme unter Berücksichtigung von Alter, Geschlecht und kulturellen Unterschieden in Entwicklungsländern anzubieten.

Ein Beispiel ist das "Youth2Youth"-Projekt der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW). Bayer und die DSW haben in Uganda ein einzigartiges Bildungsprogramm für junge Teenager unter 15 Jahren gestartet. "Youth2Youth" soll verantwortliches Verhalten in der Zielgruppe stärken. Die zugrunde liegende Idee: Jugendliche erhalten ihre Informationen von Gleichaltrigen - angepasst an die lokale Situation und unterstützt von einem "Jugendbus".

Bessere Informationen zu Verhütungsmitteln

Bayer HealthCare will auch das Bewusstsein für das breite Angebot an Verhütungsmitteln stärken, indem schwerpunktmäßig über Langzeitverhütung und permanente Verhütung informiert wird. Deshalb wird das Unternehmen das Projekt der Nicht-Regierungsorganisation "Engender Health" unterstützen.

Schätzungen gehen davon aus, dass die Weltbevölkerung bis 2030 auf 8,2 Milliarden Menschen ansteigen wird. Von den weltweit schätzungsweise etwa 210 Millionen Schwangerschaften pro Jahr sind etwa 38 Prozent ungeplant, und rund 20 Prozent werden abgebrochen.

Familienplanungsprogramme werden bisher in über 130 Ländern mit modernen Verhütungsmitteln unterstützt. Bis heute wurden insgesamt über 2,6 Milliarden Zykluspackungen zu reduzierten Preisen zur Verfügung gestellt, um das Gesundheitsrisiko zu vermindern, das sich aus ungeplanten Schwangerschaften und unsicheren Schwangerschaftsabbrüchen ergibt.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

Quelle: Pressemeldung Bayer Schering Pharma AG

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