Unbekanntes Frauenleiden – „Tag der Endometriose“ klärt auf

03.11.2008 | Heidelberg
Universitäts-Frauenklinik Heidelberg bietet Telefon-Hotline am 7. November 2008 an

Mehr als zwei Millionen Frauen leiden in Deutschland an Endometriose, rund 50.000 Neuerkrankungen kommen jedes Jahr dazu: Die gutartigen, aber häufig schmerzhaften Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut sind für betroffene Frauen sehr belastend, können zu Arbeitsausfällen und ungewollter Kinderlosigkeit führen.

Am Freitag, dem 7. November 2008, bietet die Abteilung Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Thomas Strowitzki) anlässlich des "Tages der Endometriose" in Baden-Württemberg von 12 bis 13 Uhr eine Telefon-Hotline unter 06221 / 56 79 33 an. Dr. Christina Thöne von der Endometriose-Sprechstunde der Frauenklinik beantwortet Fragen zu Symptomen, Folgen und Behandlung der Endometriose.

Am 8. November 2008, dem „Tag der Endometriose“, stehen betroffene Frauen des Landesnetzwerkes Endometriose telefonisch zum Erfahrungsaustausch zur Verfügung: Die Hotline von Betroffenen für Betroffene ist von 10 bis 15 Uhr besetzt, Informationen gibt es bei Rosi Batzler (07253 / 2 45 29) und Heike Wengert (0172 / 70 858 00).

Mit dem „Tag der Endometriose“ möchte die Selbsthilfeinitiative Landesnetzwerk Endometriose über diese noch immer weitgehend unbekannte Erkrankung aufklären: Landesweit gibt es Telefon-Hotlines, eine E-Mail-Sprechstunde der Europäischen Endometriose-Liga sowie zahlreiche Vorträge.

Als Endometriose werden Absiedlungen von Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) außerhalb der Gebärmutter bezeichnet. Sie kann im ganzen Körper auftreten, findet sich jedoch am häufigsten am Bauchfell, auf der Gebärmutter oder den Eierstöcken, aber auch auf der Blase oder im Darm. Wie die Gebärmutterschleimhaut reagieren Endometrioseherde auf die hormonellen Veränderungen des Monatszyklus, d.h. sie werden auf- und abgebaut und können bluten. Dabei können sich blutgefüllte Zysten, Tumoren oder Verwachsungen bilden. Unterleibskrämpfe sind daher nicht nur vor und bei der Regelblutung häufig, sondern können auch jederzeit bei der Blasen- und Stuhlentleerung und beim Geschlechtsverkehr auftreten.

Chronische Schmerzen und der oftmals unerfüllte Kinderwunsch sind eine erhebliche Belastung des täglichen Lebens und der Partnerschaft. Und: Die Endometriose neigt dazu, sich im Körper auszubreiten. Betroffene sollten daher frühzeitig kompetenten Rat suchen. Mit Medikamenten oder operativen Eingriffen können die Wucherungen und ihre Folgen behandelt werden.

Quelle: Pressemeldung Universitätsklinikum Heidelberg

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