Vaginale Geburt

16.01.2006 | Heidenheim
Kein erhöhtes Risiko für Harninkontinenz im späteren Leben: Risikofaktoren, die in Zusammenhang mit der Entstehung einer Harninkontinenz gebracht werden, gibt es viele. Auch eine vaginale Geburt zählt dazu. Doch nun kommt eine Studie aus den USA zu dem Ergebnis, dass eher die Gene das Risiko bestimmen, ob eine Frau im Laufe ihres Lebens unfreiwillig Urin verliert.

Die Wissenschaftler hatten die Häufigkeit des Auftretens von Harninkontinenz bei Schwesterpaaren verglichen. Wie sich herausstellte, litten diejenigen Frauen, die im Laufe ihres Lebens ein oder mehrere Kinder geboren hatten, genauso häufig an Inkontinenz wie ihre kinderlosen Schwestern. Daher, so die Schlussfolgerung der Autoren, scheint eine vaginale Geburt nicht mit einer späteren Harninkontinenz assoziiert zu sein.

Aus Angst, aufgrund einer vaginalen Geburt im späteren Leben an Harninkontinenz zu erkranken, entbinden immer mehr Frauen ihren Nachwuchs durch Kaiserschnitt. Ob jedoch dieser chirurgische Eingriff zukünftige Operationen, die bei unfreiwilligem Urinverlust indiziert wären, verhindern kann, ist umstritten. Die Studienergebnisse zumindest sind widersprüchlich.

Welchen Einfluss eine vaginale Geburt auf später möglicherweise auftretende Harninkontinenz hat, haben Dr. Gunhilde Buchsbaum vom Rochester Medical Center der Universität New York und ihre Kollegen an 143 biologischen Geschwisterpaaren (Durchschnittsalter 61 Jahre) untersucht (Obstet Gynecol 2005; 106: 1253-1258). Wichtigstes Einschlusskriterium in die Studie war, dass die eine Schwester kein Kind geboren hatte, wohingegen die andere Schwester ein oder mehrere Kinder entbunden haben musste.

Diejenigen Schwestern, die entbunden hatten, litten zu 49,7% an Harninkontinenz. Der Anteil war jedoch nicht signifikant höher als bei Geschwistern, die keine Kinder zur Welt gebracht hatten (47,6%). Auch die Schwere sowie die Form des unfreiwilligen Urinverlusts unterschieden sich nicht zwischen den Geschwistern.

"Eine vaginale Geburt scheint somit das Risiko für eine Harninkontinenz bei postmenopausalen Frauen nicht zu erhöhen", schlussfolgern die Autoren aus der Studie. Vielmehr legen die Ergebnisse nahe, dass eine familiäre Prädisposition und somit die Gene dafür verantwortlich sind, ob eine Frau im Laufe ihres Lebens inkontinent wird. Hierfür spricht auch die Beobachtung, dass der Kontinenzstatus der untersuchten Geschwisterpaare in hohem Maße übereinstimmte.

Wie groß die Bedeutung der Gene ist, im Verlauf des Lebens an Harninkontinenz zu erkranken, sollte nach Ansicht der Autoren näher untersucht werden: "Bestätigt sich das Ergebnis unserer Studie, hätte dies großen Einfluss auf die weitere Grundlagenforschung, Behandlungsmöglichkeiten sowie Maßnahmen, unfreiwilligem Urinverlust vorzubeugen".

Absorbierende Hilfsmittel geben Sicherheit

Für die Behandlung von Menschen mit Harninkontinenz stehen neben verschiedenen konservativen auch operative und medikamentöse Methoden zur Verfügung. Trotz dieser teilweise wirksamen Behandlungsmöglichkeiten kann oft auf die Verwendung von absorbierenden Inkontinenzeinlagen und Inkontinenzslips nicht verzichtet werden. Begleitend zur Therapie eingesetzt, geben sie Betroffenen bis zur Beschwerdefreiheit zusätzliche Sicherheit. Dabei orientiert sich die Wahl eines geeigneten Inkontinenzprodukts unter anderem an der Menge des ausgeschiedenen Urins sowie an den gewohnten bzw. erforderlichen Wechselrhythmen. Hier bietet die PAUL HARTMANN AG für alle Formen und Schweregrade der Inkontinenz ein geeignetes Produkt an, das den Urin zuverlässig und diskret aufsaugt. So ist die anatomisch geformte Einlage Molimed für leichte Formen indiziert, während die Inkontinenzvorlagen Moliform mit vier Saugstärken bei allen Schweregrade eingesetzt werden kann.

Quelle: Pressemeldung PAUL HARTMANN AG

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