Zum Tag des alkoholgeschädigten Kindes (9. September)
Jedes Jahr kommen in Deutschland schätzungsweise 10.000 Babies mit Gesundheitsschäden zur Welt, weil ihre Mütter während der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben. Darauf hat die Techniker Krankenkasse (TK) zum Tag des alkoholgeschädigten Kindes (Mittwoch, 9. September) hingewiesen. 2.200 Kinder würden sogar schwer fehlgebildet, mit gestörtem Wachstum und Schäden am zentralen Nervensystem geboren. Alkohol verursache mehr geistige Behinderungen als zum Beispiel das Down-Syndrom. Die TK-Ärztin Dr. Andrea Hoppe sagt: "Den Frauen muss klar sein: Jeder Schluck Alkohol ist Gift für das Kind. Es gibt kein unbedenkliches Gläschen in Ehren und auch keine Schwangerschaftsphase, in der Alkohol unproblematisch ist." Angesichts der verheerenden Folgen appelliert die TK deshalb an alle werdenden Mütter, auf Alkohol während der Schwangerschaft gänzlich zu verzichten.
Alkohol könne durch die Plazenta ungehindert in den empfindlichen Körper des sich entwickelnden Kindes eindringen, erklärt Hoppe. Mittlerweile sei es erwiesen, dass bereits geringe Mengen und gelegentlicher Alkoholkonsum die Kinder lebenslang schädigen können. "Die vom Alkohol hervorgerufenen geistigen Schäden und Verhaltensstörungen begleiten die Kinder ein Leben lang", sagt die Medizinerin von der TK. Studien zeigten, dass ein Großteil der unter dem so genannten Fetalen Alkoholsyndrom leidenden Kinder später kein selbstständiges Leben führen kann. Frauen in einer Schwangerschaft oder mit Schwangerschaftsplänen sollten sich darüber im Klaren sein, dass Alkoholschäden vor keiner gesellschaftlichen Gruppe haltmachen. Hoppe: "Dabei sind solche Schäden durch Abstinenz zu 100 Prozent vermeidbar." Sie empfiehlt auch den werdenden Vätern, die Schwangerschaft ihrer Partnerin für eine alkoholfreie Zeit zu nutzen. Gemeinsam falle der Verzicht leichter, so Hoppe.
Quelle: Pressemeldung Techniker Krankenkasse
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