Babyhaut richtig pflegen! So geht`s!

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Babyhaut ist äußerst empfindlich. Wir zeigen wie sich die Haut vor und nach der Geburt entwickelt, welche Funktionen sie hat und was man bei der Pflege der Babyhaut beachten sollte. Zusätzlich gibt`s ganz am Ende eine App-Empfehlung, die alle (werdenden) Eltern haben sollten.

Auch für Babys stellen Berührungen den ersten richtigen Kontakt in der Welt außerhalb der Gebärmutter dar, denn gerade die Augen sind nach der Geburt die meiste Zeit über geschlossen und sie können noch gar nicht verarbeiten, was sie da sehen. Die Haut des Babys hingegen nimmt Berührungen und so auch Schmerzen wahr. Als sensibelstes Sinnesorgan gebührt ihr ein entsprechender Schutz.

 

Das größte Sinnesorgan des Menschen ist die Haut. Und eines der wichtigsten. Denn über sie nehmen wir (unter anderem) unsere Umwelt wahr, berühren unsere Mitmenschen und ertasten die Natur. (#01)

Das größte Sinnesorgan des Menschen ist die Haut. Und eines der wichtigsten. Denn über sie nehmen wir (unter anderem) unsere Umwelt wahr, berühren unsere Mitmenschen und ertasten die Natur. (#01)

 

Die Funktion der Haut

Das größte Sinnesorgan des Menschen ist die Haut. Und eines der wichtigsten. Denn über sie nehmen wir (unter anderem) unsere Umwelt wahr, berühren unsere Mitmenschen und ertasten die Natur. Und wir spüren Schmerz, denn die Haut ist durchsetzt und durchzogen von Nervenenden, die dem Gehirn sofort mitteilen, wenn an irgendeiner Stelle des Körpers irgendetwas nicht stimmt.

Neben der Sinneswahrnehmung obliegen der Babyhaut noch andere wichtige Funktionen. Sie schützt die Kinder vor Krankheitserregern und gefährlichen Schadstoffen wie Pilzen und Bakterien. Das Melanin in der Haut dient zudem als vorübergehender Sonnenschutz, der UV-Strahlen vorm Eindringen in die Haut bewahrt (warum das nicht ausreichend ist, erfahren wir später). Durch Ausscheidungen von Wasser, Salz und anderen Stoffen sorgt die Haut außerdem für eine Steuerung des Stoffwechsels und der Körpertemperatur.

Die Entwicklung der Babyhaut

Die Babyhaut unterscheidet sich ein Stück weit von der von Erwachsenen. So ist die Babyhaut im Mutterleib noch lange durchsichtig. Erst ab der 22. Schwangerschaftswoche umgibt die Haut langsam eine weiße Schicht, die sie vorm Austrocknen schützt und unter ihr bilden sich kleine Fettpölsterchen, die die Haut immer weniger transparent machen. Erst nach der 30. Woche der Schwangerschaft ist die Haut langsam nicht mehr durchsichtig und selbst mit der Geburt ist sie längst nicht fertig ausgebildet, so dass sie zwar erste Schutzzwecke erfüllt, aber nicht mit der eines Erwachsenen mithalten kann. Überhaupt ist die Haut erst im Laufe der Pubertät vollständig entwickelt. Bis dahin gilt es, die Haut von Kindern und gerade die von Neugeborenen hinreichend vor äußeren Einflüssen zu schützen. Aber keine Sorge, die Babyhaut richtig pflegen, ist nicht allzu schwer.

 

Eine gesunde Babyhaut ist wichtig und schon in ganz frühen Stadien kann die Entwicklung im Mutterleib gezielt unterstützt werden. (#02)

Eine gesunde Babyhaut ist wichtig und schon in ganz frühen Stadien kann die Entwicklung im Mutterleib gezielt unterstützt werden. (#02)

Babyhaut richtig pflegen: Von früh bis spät

Eine gesunde Babyhaut ist wichtig und schon in ganz frühen Stadien kann die Entwicklung im Mutterleib gezielt unterstützt werden. Nach der Geburt steht in erster Linie ein richtiger Schutz der noch dünnen Haut (bis zu 30 % dünner als bei Erwachsenen) im Mittelpunkt, der durch den Einsatz von Kosmetik gezielt unterstützt werden kann, oft aber nicht muss.

Babyhaut richtig pflegen: In der Schwangerschaft

Bereits in der Schwangerschaft kann die werdende Mutter dafür sorgen, dass sich die Haut als Schutzschicht des Babys gut entwickelt. Das ist in erster Linie durch die Ernährung steuerbar, wenn auch nur bedingt, und geschieht vor allem mit einer ausgewogenen Ernährung mit viel Obst und Gemüse.

Karotten sagt man zum Beispiel seit jeher einen wichtigen Beitrag für eine gesunde Haut nach. Und da ist auch etwas dran. Eine Möhre enthält jede Menge Betacarotin, das im Körper in Vitamin A umgewandelt wird. Und das ist gerade für die Bildung von Schleim- und Hautzellen von besonderer Bedeutung. Somit tut die Mutter schon in der Schwangerschaft ihrem noch ungeborenen Säugling etwas gutes, wenn sie auf eine vitaminreiche Ernährung setzt, wobei Karotten im speziellen hervorragend für die Entwicklung der Babyhaut geeignet sind. Nach der Geburt wird der Vitaminhaushalt des Babys durch das Stillen maßgeblich durch die Ernährungsweise der Mutter geprägt.

Frisch auf der Welt wirkt die Haut des Babys noch ungemein empfindlich und gerade beim Wickeln und Waschen spielt immer auch die Angst mit, dass man etwas kaputt macht und seinem kleinen Schatz weh tut. (#03)

Frisch auf der Welt wirkt die Haut des Babys noch ungemein empfindlich und gerade beim Wickeln und Waschen spielt immer auch die Angst mit, dass man etwas kaputt macht und seinem kleinen Schatz weh tut. (#03)

Babyhaut richtig pflegen: Neugeborene

Frisch auf der Welt wirkt die Haut des Babys noch ungemein empfindlich und gerade beim Wickeln und Waschen spielt immer auch die Angst mit, dass man etwas kaputt macht und seinem kleinen Schatz weh tut. Die dünne Oberhaut sorgt zwar dafür, dass Berührungen viel intensiver wahrgenommen werden können, was vor allem in der ersten Zeit extrem wichtig ist, um eine Bindung zwischen dem Baby und den Eltern aufzubauen. Doch sie sorgt auch dafür, dass sie leicht angreifbar ist. Das reicht von Reizungen, die durch eine Reibung von Windeln oder Kleidungsstücken entstehen können über einen kaum oder noch sehr gering ausgeprägtem Sonnenschutz bis zu einer schlechteren Regulierung der Körpertemperatur, weil die Schweißproduktion erst noch richtig ausgebildet werden muss.

Um die Babyhaut richtig pflegen zu können, bedarf es aber nicht allzu viel. Gerade gegenüber den verschiedensten Kosmetik-Produkten, die für sich werben, besonders gut für die Haut der Kleinsten zu sein, sollte man gesundes Stück Skepsis entgegen bringen.

Babyhaut richtig pflegen mit Wasser

Denn in erster Linie braucht es keine zusätzliche Kosmetik, um für eine gesunde Entwicklung der Haut zu sorgen. In den meisten Fällen benötigt man keine Cremes, Puder oder Öle, um die Babyhaut richtig pflegen zu können, sondern Wasser. Sobald der Nabel abgefallen und geheilt ist, kann das Kind auch zum ersten Mal gebadet werden. Ein Bad ist nicht nur für die Babypflege, sondern auch für die Hautpflege überaus wichtig. Besonders an Stellen, wo Falten entstehen, wie zum Beispiel an den Armen, dem Hals oder den Zehen, sollte gründlich mit Wasser für Sauberkeit gesorgt werden. Seife und andere Badezusätze werden dabei nicht unbedingt benötigt. Wenn man welche nutzt, sollten die ph-neutral und speziell für Babys geeignet sein.

Auch beim Wechseln der Windeln wird der Einsatz von Feuchttüchern, die oft mit viel Chemie versetzt sind, mehr und mehr in Frage gestellt. Oft reicht nämlich ein in Wasser getränktes Tuch zum Saubermachen der Überbleibsel.

Nur bei trockener Haut des Babys sollte man zusätzlich auf Pflegeprodukte setzen. So empfiehlt es sich beim Baden ein pflanzliches Öl oder Muttermilch ins Wasser zu geben. Mandelöl wird oft empfohlen. (#04)

Nur bei trockener Haut des Babys sollte man zusätzlich auf Pflegeprodukte setzen. So empfiehlt es sich beim Baden ein pflanzliches Öl oder Muttermilch ins Wasser zu geben. Mandelöl wird oft empfohlen. (#04)

Babyhaut richtig pflegen: Weniger ist mehr

Nur bei trockener Haut des Babys sollte man zusätzlich auf Pflegeprodukte setzen. So empfiehlt es sich beim Baden ein pflanzliches Öl oder Muttermilch ins Wasser zu geben. Mandelöl wird oft empfohlen. Wichtig ist: In den Babyölen dürfen keine Schadstoffe wie Rückstände von Mineralölen (sogenannte Paraffinöle), Pestizide, künstliche Farb- und Konservierungsstoffe oder Duftstoffe enthalten sein. Letztere können unter anderem dafür verantwortlich sein, dass Allergien ausgebildet werden.

Pflanzenöle dagegen bilden nämlich keinen undichten Film über der Babyhaut, sondern dringen in sie ein und versorgen sie mit wichtigen Fettsäuren.

Babyhaut richtig pflegen: Wie steht es um Cremes?

Auch im Umgang mit Cremes ist weniger mehr. Gerade wenn das Baby eine trockene Haut hat, kann man auf Cremes mit einem hohen Fett- und niedrigen Wasseranteil setzen, um die Haut zu kräftigen. Bei Kälte bietet eine aufgetragene Creme einen Schutz vor Auskühlung der empfindlichen Babyhaut. Unverzichtbar ist eine Sonnencreme als Sonnenschutz, denn im Gegensatz zu Erwachsenen enthält die Haut von Kleinkindern viel weniger Melanin und kann so viel weniger vor den gefährlichen UV-Strahlen schützen. Hier empfiehlt sich der Einsatz von spezieller Baby-Sonnencreme, um die Babyhaut richtig pflegen und vor allem schützen zu können.

 

Babyhaut richtig pflegen, ist nicht sonderlich schwer, aber doch wichtig. (#05)

Babyhaut richtig pflegen, ist nicht sonderlich schwer, aber doch wichtig. (#05)

Die App „Codecheck“

Die App „Codecheck“ sollten wirklich alle auf dem Smartphone installiert haben, die für Produkte kaufen, die das Baby später nutzen soll. Von den Eltern über die Tanten bis zu den Großeltern. Mit der App, die sowohl für Apple`s iPhone und auch Googles Android-Smartphones zur Verfügung steht, lassen sich Barcodes einscannen und auf ihre Inhaltsstoffe überprüfen. Sind fragliche Inhaltsstoffe gefunden worden, schlägt die App Alarm und zeigt, welche Folgen eine Verwendung im schlimmsten Fall haben könnte. Das kann schonmal eine riesige Hilfe bei der Auswahl der richtigen Produkte sein.

Fazit

Babyhaut richtig pflegen, ist nicht sonderlich schwer, aber doch wichtig. So sollten Babys störenden Faktoren am besten gar nicht erst ausgesetzt werden. Bei entsprechendem Schutz entwickelt sich die Haut von selber, so dass auf Kosmetik weitestgehend verzichtet werden kann und nur bei trockener Haut zum Einsatz kommen sollte. Hierfür eignen sich pflanzliche Öle und Cremes am besten.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Grekov’s -#01: ena Stalmashonak -#02: oberto Binetti  -#03: nattanan726 -#04: SIAphoto  -#05: shutt2016

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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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