Schön und stylish durch die Schwangerschaft: Umstandsmode von bequem bis sexy

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Die Zeiten, in denen eine Schwangere ihren Bauch am besten verhüllte, sind Gott sei Dank vorbei. Heute stehen Schwangeren alle Modetüren offen. Wer mag, kleidet sich sexy und zeigt das wachsende Bäuchlein, wer es lieber weiter und luftiger liebt, findet Tuniken und weite Kleider.

Aktuelle Umstandsmode: In der Modewelt zu Hause

Heute ist es nicht mehr so, dass Schwangere ewig suchen müssen, ehe sie etwas zum Anziehen gefunden haben – Umstandsmode gehört ganz selbstverständlich zu den übrigen Kleidungsstücken dazu. Die meisten Hersteller haben eigene Kollektionen, die Kaufhäuser ganze Abteilungen nur für Schwangere. Umstandsmode muss sich nicht verstecken und steht gleichzeitig der übrigen Mode in nichts nach.

Schwangere können ihrem Stil, den sie vor der Schwangerschaft gepflegt haben, treu bleiben, denn auch Röhrenjeans und Minikleider sind für Schwangere erhältlich. Diese besitzen dann nur einen leicht anderen Schnitt, vor allem der Bund im Bauchbereich ist angepasst und deutlich lockerer bzw. verstellbar. Wer es rockig liebt, zieht sich entsprechend an, wer jedoch konservativ gekleidet unterwegs sein möchte, findet bei den Herstellern ebenso seine Lieblingsteile. Umstandsmode lässt den werdenden Müttern heute alle Freiheiten, sie können sich kleiden, wie sie gern möchten. Niemand wird in einen Stil gezwungen, was natürlich ein ganzes Stück weit zum Wohlfühlen beiträgt.

Viele Schwangere wollen nicht einfach nur ihren Kleidungsstil beibehalten, den sie vor der Schwangerschaft getragen haben. (#01)

Viele Schwangere wollen nicht einfach nur ihren Kleidungsstil beibehalten, den sie vor der Schwangerschaft getragen haben. (#01)

Empirestil: Sexy und bequem zugleich

Viele Schwangere wollen nicht einfach nur ihren Kleidungsstil beibehalten, den sie vor der Schwangerschaft getragen haben. Sie möchten auch auf ihren Bauch zeigen und klarmachen, dass sie stolz auf das Bäuchlein sind. Warum dann keine engen Sachen tragen? Dank der Stretch-Anteile sowie verstellbarer Bauchbündchen ist es leicht möglich, den Bauch auch im neunten Monat in die enge Hose zu bekommen.

Zu dieser Hose wird am besten ein weites Oberteil kombiniert, wobei sich hier der Empire-Stil besonders eignet. Damit lässt sich das in der Schwangerschaft meist besonders üppige Dekolleté betonen, weil das Oberteil über der Brust anliegt. Unter der Brust verläuft eine Naht, danach fällt der Stoff locker über den Bauch. Somit ist dieser nicht eingezwängt, dennoch gleicht das Shirt oder die Bluse nicht gleich einem Zelt.

Gerade Erstlingsmütter können oft noch weit über den dritten Monat hinaus ihre gewohnten Sachen tragen. Die Bauchdecke ist noch fest und trainiert, die Muskulatur hält den wachsenden Bauch. (#02)

Gerade Erstlingsmütter können oft noch weit über den dritten Monat hinaus ihre gewohnten Sachen tragen. Die Bauchdecke ist noch fest und trainiert, die Muskulatur hält den wachsenden Bauch. (#02)

Es ist für uns eine Zeit angekommen: Die bringt uns einen großen Bauch!

Gerade Erstlingsmütter können oft noch weit über den dritten Monat hinaus ihre gewohnten Sachen tragen. Die Bauchdecke ist noch fest und trainiert, die Muskulatur hält den wachsenden Bauch. Vielleicht den obersten Knopf der Hose offen lassen und mit einem Lochgummi kaschieren – fertig. Doch fängt der Bauch erst einmal an, sich auszudehnen, gibt es kein Halten mehr. Das gilt auch für die Hosenknöpfe, die einfach nicht mehr zu schließen sind. Die Zeit für die erste, richtige Umstandsmode ist gekommen!

Für Frauen, die das zweite oder dritte Kind erwarten, beginnt die Zeit der Umstandsmode oft schon ab der achten oder neunten Schwangerschaftswoche. Das schon einmal in der früheren Schwangerschaft extrem gedehnte Gewebe am Bauch gibt rascher nach und der Bauch sieht oft schon im dritten Monat aus wie bei Erstlingsmüttern erst im fünften. Egal – umso länger kann die Umstandsmode getragen werden! Dabei muss niemand in Berge von Kleidung investieren.

Ausreichend sind meist:

  • Nachthemd oder weiter Schlafanzug
  • bequeme Unterwäsche (vor allem der BH muss gut sitzen!)
  • zwei Hosen oder Jeans
  • kurze oder lange Oberteile
  • Stoffhosen für zu Hause
  • evtl. Badekleidung
  • Jacke für den Winter

Ist der Bauch im Winter richtig dick, haben Sie Pech: Sie müssen dann unbedingt in eine warme Jacke investieren, denn die alte dürfte über dem Bauch nicht mehr schließen. „Sommermütter“ hingegen kommen meist mit einer zusätzlichen Strickjacke aus. Der Umfang der Ausstattung richtet sich auch danach, ob Sie noch bis kurz vor der Geburt im Büro arbeiten oder aufgrund eines Beschäftigungsverbotes zu Hause bleiben müssen.

Sinnvoll sind Oberteile, die später auch als Stilloberteile zu nutzen sind, wo also der Brustbereich geöffnet werden kann. So ersparen Sie sich die spätere nochmalige Ausgabe und können mit dem weiten Umstandsoberteil auch gleich den Bauch kaschieren, der nach der Geburt nicht direkt wieder verschwunden sein wird. Angesichts der hohen Preise für Umstandsmode sollten Sie nur in das Nötigste investieren – schon bald ist nämlich ein kleiner Zwerg auf der Welt, für den Sie das Kleidungsbudget sicherlich aufbrauchen werden!

Ist der Bauch im Winter richtig dick, haben Sie Pech: Sie müssen dann unbedingt in eine warme Jacke investieren, denn die alte dürfte über dem Bauch nicht mehr schließen. „Sommermütter“ hingegen kommen meist mit einer zusätzlichen Strickjacke aus. (#03)

Ist der Bauch im Winter richtig dick, haben Sie Pech: Sie müssen dann unbedingt in eine warme Jacke investieren, denn die alte dürfte über dem Bauch nicht mehr schließen. „Sommermütter“ hingegen kommen meist mit einer zusätzlichen Strickjacke aus. (#03)

Bequeme Stoffe für Umstandsmode

Umstandsmode sollte aus Leinen, Seide oder Wolle hergestellt sein. Diese natürlichen Stoffe lassen die Haut atmen, die viele Schwangere jetzt plagt. Denn oft wird die Haut in der Schwangerschaft noch trockener, sie juckt und schuppt. Jeder kratzige Stoff ist dann noch unangenehmer, als es ohnehin schon der Fall ist. Wichtig ist auch, dass die Stoffe locker fallen – sind sie anliegend, sollte ein Stretch-Anteil verarbeitet sein. Nichts darf kneifen oder drücken, denn die meisten Schwangeren sind jetzt überempfindlich.

Verzichten Sie auf Kunstfasern in der Kleidung, auch wenn diese besondere Trageeigenschaften versprechen. Meist sind sie bereits nach kurzer Zeit unangenehm zu tragen, was Ihnen als Nicht-Schwangere nicht einmal aufgefallen wäre!

Gut, dass die meisten Hersteller den Fakt der Überempfindlichkeit einer Schwangeren inzwischen berücksichtigen und stylishe und bequeme Kleidung aus natürlichen Stoffen fertigen.

Dass sich Schwangere ebenso sexy kleiden können wie Nicht-Schwangere, mag zwar stimmen, ist jedoch nur auf die Oberbekleidung bezogen. (#04)

Dass sich Schwangere ebenso sexy kleiden können wie Nicht-Schwangere, mag zwar stimmen, ist jedoch nur auf die Oberbekleidung bezogen. (#04)

Sexy Unterwäsche oder lieber Omas Schlüpfer?

Dass sich Schwangere ebenso sexy kleiden können wie Nicht-Schwangere, mag zwar stimmen, ist jedoch nur auf die Oberbekleidung bezogen. Unterwäsche aus Spitze und versehen mit schmalen Stegen ist jetzt einfach nur unbequem und lästig. Unterwäsche für Schwangere muss vor allem praktisch sein, denn nur, wenn sich die Frau jetzt wohlfühlt, kann sie sich auch sexy zeigen und strahlt von innen. Wer sich von seinem Lieblings-BH nicht trennen mag, kann auf Verlängerungsstücke setzen, die den Umfang des BHs ein wenig vergrößern.

Die Körbchengröße lässt sich damit freilich nicht beeinflussen, wird aber schon bald zu knapp werden. BHs ohne Körbchen, aber mit stützenden Bügeln sind eine gute Wahl. Setzen Sie auf Still-BHs mit separat zu öffnenden Brustteilen, können Sie den BH auch in der Stillzeit noch verwenden. In puncto Slip gilt, dass dieser vor allem bequem sein muss. Wer bislang auf knapp sitzende Strings gestanden hat, kann diese sicherlich weiterhin tragen – verläuft der Bund unterhalb des Bauches, spricht hier nichts dagegen. Ansonsten sind Schwangerenslips eher Modelle aus Urgroßmutters Zeiten – keine feinen Spitzenslips, sondern eher Omas bequeme Baumwollschlüpfer. Hier gilt „weniger ist mehr“ und auch wenn es die schicken Promis immer wieder anders darstellen, kommt es doch in erster Linie auf die Bequemlichkeit an.

Die Füße müssen jetzt in der Schwangerschaft einiges aushalten und teilweise bis zu 20 Kg mehr Gewicht durch die Welt tragen. (#03)

Die Füße müssen jetzt in der Schwangerschaft einiges aushalten und teilweise bis zu 20 Kg mehr Gewicht durch die Welt tragen. (#03)

In der Schwangerschaft gut zu Fuß

Die Füße müssen jetzt in der Schwangerschaft einiges aushalten und teilweise bis zu 20 Kg mehr Gewicht durch die Welt tragen. Auf hohen Absätzen wird das rasch beschwerlich, daher sind kleine Absätze die bessere Wahl. Sie verlängern optisch das Bein und strecken die gesamte Figur, sind aber weniger anstrengend zu tragen. Zumal bei hohen Absätzen auch der Rücken leidet, der jetzt in der Schwangerschaft ohnehin arg in Mitleidenschaft gezogen wird. Die meisten Schwangeren gehen im Hohlkreuz, weil sie damit eine Art Gegengewicht zum wachsenden Bauch herstellen wollen. Wer nun noch auf hohen Absätzen läuft, verstärkt diesen Effekt mit der Folge, dass die Wirbelsäule alsbald schmerzen wird.

Gegen Ende der Schwangerschaft ist die Zeit für Slipper gekommen – oder im Sommer für bequeme Flip-Flops und Clogs. Der Grund: Der Bauch verhindert, dass Sie einfach so an Ihre Füße gelangen, das tägliche Schuheanziehen wird schon bald zu einer echten Herausforderung. Wer dann nicht immer einen Helfer an der Seite hat, der die Schuhe zubindet, wird schon bald zum energischen Verfechter eines jeden Schuhwerks, in das nur hineinzuschlüpfen ist.

Damit die Beine optisch nicht zu kurz erscheinen, wählen Sie am besten Schuhe, die im vorderen Bereich schmal zulaufen. Eine runde Form lässt die Beine kürzer und dicker erscheinen. Allerdings sollten Sie auch hier wieder nicht zu viel Geld investieren, denn in der Schwangerschaft können Sie mit ein bis zwei Schuhgrößen mehr rechnen. Schuld daran sind Wassereinlagerungen, die sich vor allem im Sommer zeigen. Das hat den Nachteil, dass Sie diese Schuhe nach der Entbindung nicht mehr tragen können – wie ärgerlich, wenn es sich um besonders teure Modelle handelt.

Stiefel können sich als Problem darstellen: Da die Beine insgesamt meist etwas dicker werden, weil eine Schwangere Wasser einlagert, kann der Schaft zu eng werden. Wer die Stiefel nur kurz trägt, mag damit klarkommen, wer jedoch den ganzen Tag im Büro sitzt und das Gefühl hat, dass der Stiefelschaft die Beine abdrückt, sollte besser auf kurze Modelle ausweichen bzw. eher auf Stiefeletten setzen. Die Blutzirkulation sollte nicht eingeschränkt werden, dies schadet sowohl der werdenden Mutter als auch dem Kind.

Viele Schwangere finden in den neun Monaten, in denen der Bauch ständig wächst, Röcke und Kleider deutlich angenehmer als Hosen. (#05)

Viele Schwangere finden in den neun Monaten, in denen der Bauch ständig wächst, Röcke und Kleider deutlich angenehmer als Hosen. (#05)

Lieber auf Röcke setzen?

Viele Schwangere finden in den neun Monaten, in denen der Bauch ständig wächst, Röcke und Kleider deutlich angenehmer als Hosen. Vor allem Kleider warten nicht mit einem Bund auf, der auf das Bäuchlein drückt. Teilweise stellt sich bei Hosen für Schwangere das Problem, dass der Bund rutscht – einen Gürtel möchten Sie aber vielleicht nicht verwenden, weil dieser wiederum auf den Bauch drückt. Vor allem beim Hinsetzen macht sich das äußerst negativ bemerkbar! Ein Kleid hingegen braucht im Bauchbereich nicht geschlossen zu werden, es fällt einfach über den Bauch und umspielt diesen geschickt.

Eine gekonnte Art, zwischen sexy, bequem und stylish zu wandeln! Auch Röcke sind empfehlenswert, wenn sie mit einem Komfortbund aufwarten. Dieser ist meist als Umschlagbund designt und lässt dem Bauch viel Platz. Doch Vorsicht, wenn das Bäuchlein runder wird: Der Bund muss dann im vorderen Bereich ein wenig nach unten rutschen, ansonsten ist der Rock vorn kürzer als hinten. Gerade bei kurzen Röcken sollten Sie darauf achten, weil dies ansonsten leicht ungeschickt wirkt.

Ideal ist die A-Linie bei Röcken und Kleidern, denn diese Form liegt im oberen Bereich an, lässt aber im unteren Bereich viel Platz. Der Rock oder das Kleid kann schwingen, ist luftig-leicht und dennoch elegant. Gerade im Sommer sind solche schwingenden Röcke erste Wahl und sorgen für ein Gefühl der Leichtigkeit.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Oksana.Bondar  -#01: Syda Productions -#02: Coy_Creek  -#03: Alena Ozerova -#04: Linza-#05: InnerVisionPRO

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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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