Gurtverlängerung für den Kindersitz statt ISOFIX-Station?

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Wenn sich Nachwuchs auf den Weg macht, dann ist eines der Themen, das die werdenden Eltern beschäftigt, die Sicherheit im Auto. Auch wenn das Baby aus der Babyschale herausgewachsen ist, braucht es einen neuen Folgesitz. Das Angebot an Sitzen ist groß. Heute haben auch die Reboarder einen hohen Stellenwert. Es kann gut sein, dass der im Auto vorhandene Sicherheitsgurt nicht ausreicht, um den Kindersitz zu befestigen. Hier kann eine Gurtverlängerung für den Kindersitz helfen.

Probleme mit dem Gurt – das lässt sich machen

Wenn Eltern feststellen, dass sich der Kindersitz nicht richtig befestigen lässt oder auch das Kind in dem Sitz mit dem Autogurt nicht angeschnallt werden kann, dann gibt es hier eine praktische Lösung. Vor allem die Sitze ab einem Alter von vier Jahren funktionieren teilweise nur noch über eine Befestigung des Kindes mit dem Autogurt. Auch wenn es hier seit 2001 eine gesetzliche Festlegung zu der Länge des Autogurtes gibt, so passen diese nicht immer. Eine gute Lösung für die Problematik ist eine Gurtverlängerung. Viele Eltern sind unsicher, ob eine Gurtverlängerung sicher ist und auch, ob es eigentlich erlaubt ist, eine solche zu verwenden. Tatsächlich gibt es hier einiges zu beachten.

Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass die Gurte innerhalb von einem Fahrzeug mit einer Zugfestigkeit in Höhe von mindestens 17.000 Nm aufwarten können. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Gurt auch bei einem Aufprall wirklich hält. Wenn nun eine Gurtverlängerung für den Kindersitz benötigt wird, dann braucht es eine Ausführung, die diese Anforderungen ebenfalls erfüllt. Eltern oder auch Großeltern sollten unbedingt darauf achten, dass sie ausschließlich in Gurtverlängerungen investieren, die mit einem Prüfzeichen versehen sind. Der Vorteil dabei ist, dass diese Verlängerungen durch den TÜV oder auch durch die DEKRA überprüft wurden und den Anforderungen standhalten.

Hinweis: Wer eine Gurtverlängerung kauft, die in Deutschland nicht zugelassen ist, der agiert gegen das Gesetz. Kommt es zu einer Kontrolle der Polizei, dann kann eine nicht zugelassene Gurtverlängerung dafür sorgen, dass die Betriebserlaubnis des Wagens entzogen wird.

Gurtverlängerung gekauft und dann?

Wenn Eltern schließlich eine passende Gurtverlängerung für den Kindersitz gefunden haben, die über ein Prüfzeichen oder eine Betriebserlaubnis verfügt, dann ist dies aber noch längst nicht alles. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, nicht selbst den Einbau vorzunehmen sondern diesen vornehmen zu lassen. Da es sich um eine sicherheitsbedingte Veränderung am Auto handelt, muss diese auch in den Papieren vermerkt werden. Wenn die Gurtverlängerung von der Werkstatt vorgenommen wird, dann kann dies auch gleich mit einer Prüfung durch den TÜV sowie einem Vermerk in den Papieren kombiniert werden.

Bei der Suche nach der Gurtverlängerung ist wichtig darauf zu achten, dass diese auch zum Kindersitz passt. Generell fahren Eltern gut damit, wenn Sie bei der Suche nach einer Gurtverlängerung auf folgende Punkte achten:

  • Prüfsiegel ist vorhanden
  • Gurtverlängerung ist für das eigene Fahrzeug zugelassen
  • Gurtverlängerung passt zum ausgewählten Kindersitz

Bei einigen Autoherstellern ist es auch möglich, das Problem der fehlenden Gurtlänge direkt anzusprechen. Hier gibt es teilweise die Möglichkeit, den bestehenden Sicherheitsgurt durch eine längere Version zu tauschen. Auch in diesem Fall muss der Wagen in die Werkstatt. Dann wird jedoch nicht mit einer Gurtverlängerung sondern mit einem Gurt des Herstellers hantiert. Es kann sich also lohnen, vor dem Kauf einer Gurtverlängerung erst einmal beim Hersteller direkt nachzufragen, ob sich da etwas machen lässt.

Tipp: Immer mehr Eltern wissen die Vorteile einer IsoFix-Station zu schätzen. Hier lässt sich der Kindersitz ganz einfach befestigen und eine Gurtverlängerung wird nicht benötigt.


Bildnachweis: © Fotolia – detailblick-foto

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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