Das Kinderzimmer farbenfroh gestalten: Tipps zur Deko

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Kinder sind heute Pirat, morgen Forscher und übermorgen Rennfahrer. Vielleicht auch Gärtner, Lokführer, Lehrerin oder Bäuerin? In jedem Fall brauchen sie in ihrem Zimmer Platz und farbenfrohe Anregungen.

Lernen durch Spielen

Ein Kind lernt bei allem, was es macht und erfährt durch sein Spiel, wie die Welt funktioniert. Dafür braucht es aber einen gewissen Freiraum, in dem es sich entfalten kann. Das Kinderzimmer soll genau diesen Freiraum bieten, darf das Kind nicht einschränken und soll ihm die Möglichkeit lassen, verschiedene Spiele auszuprobieren. Möbel sind zwar zweckmäßig, sollten jedoch clever ausgesucht und platziert werden. Außerdem darf ein Kinderzimmer nicht zugestellt werden – Kinder brauchen Platz! Nur dann können sie ihre wunderbare Burg, den Bauernhof, den Feengarten und das Elfenhaus stehen lassen und müssen nicht an jedem Abend das Spiel mit dem Aufräumen beenden.

Sie entwickeln ihr Spiel stetig weiter und lernen damit neue Dinge. Kinder ahmen die Welt der Erwachsenen nach und finden so ihren eigenen Platz und ein Verständnis dafür, wie die Welt zusammenhängt. Sorgen Sie für Anregungen, aber lassen Sie Langeweile zu. Beim verträumten Schauen auf farbenfrohe Fenster- und Wandbilder kommen den Kleinen die tollsten Ideen, sie entwickeln eigene Geschichten und wunderbare Welten.

Viele Kinderzimmer auf Fotos sind in zwei oder höchstens drei Farben gehalten. (#01)

Viele Kinderzimmer auf Fotos sind in zwei oder höchstens drei Farben gehalten. (#01)

Farbe als Anregung

Viele Kinderzimmer auf Fotos sind in zwei oder höchstens drei Farben gehalten. Dabei stellt sich beim Betrachter jedoch regelmäßig die Frage, ob dieses Kinderzimmer einem Erwachsenen oder einem Kind gefallen soll. Der Erwachsene geht nüchtern an die Sache heran und möchte, dass Farben zueinanderpassen. Kinder sehen die Welt ein wenig anders und wollen einfach nur alle Farben vertreten haben. Natürlich müssen Sie bei der Einrichtung und beim Dekorieren nicht gleich alle möglichen Farben zusammenmixen oder wild miteinander kombinieren.

Schaffen Sie fließende Übergänge, aber achten Sie immer darauf, dass die Wände hell und freundlich sind. Verwenden Sie anregende Farben für den Spiel- und Arbeitsbereich und setzen Sie auf beruhigende Töne in der Nähe des Bettes. Sorgen Sie für farbliche Übergänge zwischen diesen Bereichen, setzen Sie bunte Farbtupfer als Highlights. Arbeiten Sie mit Bordüren und Bildern, aber überladen Sie das Zimmer nicht. Lassen Sie es wachsen, auch farblich. Denn ein Kinderzimmer kann nie komplett eingerichtet sein, es wird erst durch das Zutun des Kindes, das darin wohnt, vollständig dekoriert.

Hier eine Puppe, dort ein Teddy, an einer anderen Stelle das Lego-Haus, das nicht abgebaut werden darf. Dann noch der Ball, die Bücher und die Bilder, die das Kind selbst gemalt hat und die unbedingt an die Wand oder an eine Magnettafel geheftet werden müssen. Bieten Sie farbliche Akzente als Anregung, aber lassen Sie auch hier dem Kind einen gewissen Freiraum zur eigenen Gestaltung seines kleinen Reiches.

Beim Dekorieren geht es nicht nur darum, einen Blickfang zu schaffen, sondern auch, einen praktischen Nutzen zu erreichen. (#02)

Beim Dekorieren geht es nicht nur darum, einen Blickfang zu schaffen, sondern auch, einen praktischen Nutzen zu erreichen. (#02)

Bilder vervollkommnen das Zimmer

Sie möchten ein Zimmer dekorieren, welches über Dachschrägen verfügt? Dann ist es schwer, mit Bildern an der Wand zu arbeiten. Setzen Sie stattdessen auf Fensterbilder! Diese können Sie einfach aufkleben und nach Belieben wieder abziehen und neu platzieren. Sie regen die Fantasie an und sorgen dafür, dass ein Zimmer wirklich kindgerecht wird. Wählen Sie dafür jahreszeitlich passende Fensterbilder oder solche, die Motive eines bestimmten Themas zeigen. Derartige Bilder sind auch schöne Dekoideen für das Babyzimmer, denn gerade bei einem Babyzimmer fehlen meist noch die kleinen Details, die das Zimmer wirklich gemütlich werden lassen.

Viele Kinderzimmer auf Fotos sind in zwei oder höchstens drei Farben gehalten. (#03)

Viele Kinderzimmer auf Fotos sind in zwei oder höchstens drei Farben gehalten. (#03)

Praktische Dinge zum Dekorieren

Beim Dekorieren geht es nicht nur darum, einen Blickfang zu schaffen, sondern auch, einen praktischen Nutzen zu erreichen. Mit diesen Dingen lassen sich beide Dinge vereinen:

  • Kinder lieben Spielzeugtruhen, denn hier können sie all ihre Spielsachen unterbringen und das Aufräumen geht blitzschnell. Deckel der Truhe auf, Spielzeug hinein, Deckel zu, fertig. So schnell war der Boden noch nie aufgeräumt! Dabei sind Truhen aber nicht nur als praktische Helfer im Kinderzimmer geeignet, sondern auch als Dekoobjekte. Sie passen sich farblich den übrigen Möbeln an oder sind ein absoluter Hingucker, weil sie einen farbigen Akzent setzen. Vielleicht findet sich auf der Truhe auch ein bestimmtes Motiv, welches die Kleinen lieben.
  • Sehr praktisch und dekorativ sind Girlanden. Diese können nicht nur als Schmuck genutzt werden, sondern auch als Aufhängemöglichkeit für Bilder. Bei selbst gebastelten Girlanden sollten Sie daher darauf achten, dass deren eigene Deko etwas Raum für eine Wäscheklammer setzt und überdies nicht zu weit gefasst ist. So können Sie bzw. Ihr Kind mithilfe der Wäscheklammer all die kleinen Kunstwerke, die unbedingt aufgehoben werden müssen, für eine Zeit lang im Zimmer aufhängen. Hat sich das Kind daran sattgesehen oder werden die Bilder zu viele, müssen einige weichen und in eine separate Aufbewahrungsbox wandern.
  • Aufbewahrungsboxen sind so praktisch! Sie können auf dem Schreibtisch oder in einem Regal stehen und fassen all die Kinderzeitschriften, Bilder, Malhefte und andere wichtige Dinge, die auf keinen Fall in den Papierkorb wandern dürfen. Das Schöne daran: Die Boxen sind bunt und bringen Farbe ins Kinderzimmer, gleichzeitig sind sie fast rundum geschlossen und verstecken damit das Zeitungs-, Bilder- und Zettelchaos, das sich bei den meisten kleinen Künstlern und kreativen Nachwuchsarchitekten so rasch ansammelt.
Eine Messlatte kann entweder aus Holz und ganz nüchtern gestaltet sein oder sie wartet mit Sternen, Mäusen oder anderen Motiven auf. (#04)

Eine Messlatte kann entweder aus Holz und ganz nüchtern gestaltet sein oder sie wartet mit Sternen, Mäusen oder anderen Motiven auf. (#04)

  • Wenn Sie das Kinderzimmer praktisch einrichten wollen, sollten Sie beim Kauf des Bettes darauf achten, dass hier ein Bettkasten untergeschoben werden kann. Dieser nimmt zusätzliche Decken und Kissen auf, kann auch als Haus für die Flut an Plüschtieren, die sich im Laufe der Kleinkindzeit ansammelt, dienen. Der Bettkasten sollte farblich zum Bett und zum übrigen Zimmer passen, darf sich aber farblich auch abheben. Eventuell werden Sie und Ihr Kind selbst kreativ und malen ein tolles Motiv mithilfe einer Schablone auf.
  • Ebenfalls zur praktischen Deko zählen Vorhänge und Jalousien. Diese brauchen Sie ohnehin, um das Zimmer zum Schlafen abzudunkeln. Sind sie farbig gewählt, tragen sie zu einem heimeligen Eindruck bei, lassen das Zimmer gemütlicher und wärmer wirken. Sicherlich kennen Sie den Unterschied zwischen einem Fenster, das weder Gardinen noch Vorhänge trägt und einem Fenster, das mit diesen Heimtextilien ausgestattet wurde. Der ganze Raum wirkt anders, wenn das Fenster dekoriert ist! Wie schön, dass es inzwischen im Handel auch separate Kinderzimmergardinen mit kleinen Bildern und hübschen Motiven gibt. Diese können dezent gewählt werden, damit die Fensterbilder dahinter noch zur Geltung kommen. Oder Sie setzen auf Halbgardinen, dann lässt sich der freie Fensterbereich noch viel besser mit Fensterbildern dekorieren.
  • Eine Messlatte kann entweder aus Holz und ganz nüchtern gestaltet sein oder sie wartet mit Sternen, Mäusen oder anderen Motiven auf. Die Auswahl an Messlatten ist groß und so haben Sie die Möglichkeit, diese passend zur Einrichtung des Kinderzimmers zu wählen. Das Schöne daran ist, dass die Messlatte zum einen ein prima Dekoobjekt ist, zum anderen zeigt sie dem Kind und Ihnen, wie rasch aus einem Zwerg ein großer Mensch werden kann. Ein wunderbares Erinnerungsstück für Eltern und Kinder!
Wenn Sie das Kinderzimmer dekorieren, achten Sie auf den Lichteinfall. (#05)

Wenn Sie das Kinderzimmer dekorieren, achten Sie auf den Lichteinfall. (#05)

Auf das richtige Licht setzen

Wenn Sie das Kinderzimmer dekorieren, achten Sie auf den Lichteinfall. Zu welcher Himmelsrichtung ist das Fenster ausgerichtet? Platzieren Sie Blumen, die die passenden Standortbedingungen wünschen, und bringen Sie damit Leben in die Dekoration. Außerdem gehört zur richtigen Beleuchtung natürlich eine Deckenlampe, die ruhig ein kindliches Motiv haben darf oder wenigstens bunt gestaltet ist. Ob mit Lampenschirm oder großem Deckenteller, ob mit Leuchtarmen oder als Hängelampe gestaltet, das bleibt Ihnen überlassen.

Wichtig ist nur, dass die Lampe genügend Licht ins Kinderzimmer bringt, denn spätestens im Winter wird die Lampe täglich für Licht sorgen müssen. Die Farbtemperatur sollte unter 3.300 K betragen, damit beleuchten Sie das Zimmer warmweiß und gemütlich. Gut zu wissen: LED sind stromsparend und bringen rasch genügend Licht, sie müssen nicht erst eine Weile angeschaltet sein, ehe sie die volle Leistung erreichen.

Zusätzlich zur Deckenbeleuchtung kann eine Stehlampe einen bestimmten Bereich des Zimmers ausleuchten, eine Nachttisch- oder Wandlampe, die vom Bett her zugänglich ist, sorgt für gemütliche Lesestunden im Bett. Diese Lampen sollten aber erst Einzug halten, wenn das Kind schon etwas größer ist, ansonsten bieten Sie dem Nachwuchs damit nur ein Spielzeug, welches das abendliche Einschlafen zuverlässig verhindern wird.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild:  Artazum-#01: Artazum_-#02: Artazum_-#03: Kolobrod -#04: wassiliy-architect -#05:Natalia Kashina

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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