German Fashion: Diese Brands sollten Sie beobachten

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Die Berliner Fashion Week zeigt immer ganz genau, was derzeit angesagt ist.  Immer mehr deutsche Modelabels ziehen über den Laufsteg und finden von hier aus ihren Weg in die große, weite Welt. Wer einen Überblick haben will, geht auf Anfahrt Richtung Fashion Week, oder behält die folgenden Brands im Auge.

German Fashion: Es heißt, das Land sei keine „modebewusste Persönlichkeit“, so zuletzt beim Telegraph aus Großbritannien zu lesen. Völlig falsch, denn ein Karl Lagerfeld oder eine Jil Sander kommen von hier. (#01)

German Fashion: Es heißt, das Land sei keine „modebewusste Persönlichkeit“, so zuletzt beim Telegraph aus Großbritannien zu lesen. Völlig falsch, denn ein Karl Lagerfeld oder eine Jil Sander kommen von hier. (#01)

German Fashion: Kein guter Ruf

Völlig zu Unrecht besitzt die Bundesrepublik keinen guten Ruf in der Modewelt. Deutsche Designer sind angesagter denn je, wie auch der Modeverband weiß. Es heißt, das Land sei keine „modebewusste Persönlichkeit“, so zuletzt beim Telegraph aus Großbritannien zu lesen. Völlig falsch, denn ein Karl Lagerfeld oder eine Jil Sander kommen von hier.

Die Markennamen Fendi und Chanel dürften durchaus allen bekannt sein und genau sie stehen für die deutsche Modekunst. Prägend war auch die Handschrift von Jürgen Teller, seines Zeichens nach Fotograf der Modebranche, er prägte das Fashionbild entscheidend mit. „German Fashion“ ist stark und die Mode bleibt sich immer selbst treu.

Dies ist sicherlich auch der harten Arbeit vieler Models zu verdanken, allen voran Claudia Schiffer, die es zu Weltruhm brachte. Diane Kruger als Schauspielerin sorgt ebenso dafür, dass die deutsche Mode in die Welt hinausgetragen wird.

Wer es moderner mag: Veronika Heilbrunner, ihres Zeichens nach Social Media Star, trägt ebenfalls einiges dazu bei, Deutschland als modebewusst zu kennzeichnen und den Stereotyp von der „Nicht-Mode-Nation“ zu durchbrechen.

German Fashion: Outdoor passt!

Auch wenn das Land keinen guten Ruf in der Mode der obersten Zehntausend genießt. Outdoor-Fans wissen zu schätzen, was Deutschland zu bieten hat. Trekking-Sandalen und Trekking-Socken waren weltweit der Renner. Mode aus deutschen Landen ist also eher praktisch als schön. Doch nach und nach findet ein Umdenken statt und der Sinn der Designer und Modeliebhaber geht weg von einem praktischen Einsatz und hin zu romantischen Modestilen.

Früher einmal konzentrierte man sich auf ein Styling, das so minimalistisch wie möglich sein sollte. Heute erkennen Designer und Modefans die romantischen Wurzeln an, die das Land zu bieten hat. Was zuerst in der Musik und in der Kunst begann, wird nun in der Mode fortgesetzt.

Interessant in dem Zusammenhang: Die Deutschen gehören zu den größten Einkäufern und „Verbrauchern“, wenn es um Mode geht. H&M besitzt hier den größten Kundenstamm von ganz Europa, net-a-porter.com findet einen guten Markt und Zalando ist einer der wichtigsten Modehändler im Netz.

Germanfashion ist im Kommen, denn auf den Modeseiten geht es verstärkt um die Kleidung der deutschen Hersteller. Auch der Verband der Pflegekennzeichnung, Ginetex, spricht sich in dieser Richtung aus.

German Fashion: Heute erkennen Designer und Modefans die romantischen Wurzeln an, die das Land zu bieten hat. (#02)

German Fashion: Heute erkennen Designer und Modefans die romantischen Wurzeln an, die das Land zu bieten hat. (#02)

German Fashion: Größte Modemarken überhaupt

Die Berliner Fashion Week zeigt längst nicht alle Modemarken, die Germanfashion derzeit ausmachen. Der Modeverband oder auch Ginetex wissen, dass auch die scheinbaren „Volksmarken“ ständig im Wachstum sind. Beispiele dafür sind S. Oliver, eingetragen bereits im Jahr 1979 und bislang immer nur auf dem Weg nach oben, Tom Tailor oder auch Hugo Boss.

Diese Marken produzieren für verschiedene Zielgruppen und bedienen somit das jüngere Publikum ebenso wie das, welches etwas weniger Geld für Mode ausgeben will. Die Modefans, die sich schicke Abendkleidung kaufen wollen, finden hier aber genauso das passende Teil wie jemand, der einfach nur Alltagsmode fürs Büro braucht.

Kurzum: Vielfältigkeit ist Trumpf und wahrscheinlich der Schlüssel zum Erfolg für diese Marken. Man legt sich nicht auf eine Luxusrichtung fest, die vielleicht schön anzusehen ist, jedoch im Alltag kaum gekauft oder gar getragen wird.

Welche die größten Modemarken in 2014 und 2015, weiß der Branchenverband ebenso wie das Internet. Interessant ist bei einer diesbezüglichen Recherche überdies, welche Marken sich hinter welchen Namen verbergen. Denn einige Namen sind wirklich nicht bekannt, sind aber auf den internationalen Laufstegen vertreten.

Bei genauerem Hinsehen kommt heraus, dass es sich um Mustang, Tom Tailor und Co. handelt, die lediglich auf spezielle Kollektionen setzen. Es lohnt sich durchaus, ein wenig zu forschen und herauszufinden, wer dahinter steckt!

Berlin als Metropole für German Fashion

Berlin, die Hauptstadt Deutschlands, besitzt in vielerlei Hinsicht eine riesige Bedeutung. Gerade auch kulturell, denn zurzeit wird die Stadt von allen gemocht, die etwas mit Kultur, Musik, Kunst oder Mode zu tun haben. Große Fernsehshows werden hier aufgezeichnet, selbst Hollywood nutzt Berlin als Stadt für immer neue Filme.

Die Hauptstadt als Standort für alles, was mit Kultur zu tun hat, warum nicht auch für Mode? Hier hat sich daher auch der „Berlin-Look“ entwickelt, ein Style, der ein wenig an Ostblock-Partys erinnert.

Gleichzeitig wurde ein bisschen was vom Leben der 1980er Jahre mit eingebracht: Schulterpolster, große Schnallen, riesige Gürtel, das alles macht den neuen Look aus. Entwickler des Looks war JW Anderson, ein Modedesigner aus London, der sich von Berlin inspirieren ließ und mutig in der Welt der Mode voranging.

Auch wenn er nicht aus Deutschland stammt, sein Style ist von hier und sorgt dafür, dass das Land international als Modeland wahrgenommen wird. Die Anfahrt in die Stadt lohnt sich für alle, die etwas mit Mode zu tun haben oder inspirieren lassen wollen!

German Fashion: Die Anfahrt in die Stadt lohnt sich für alle, die etwas mit Mode zu tun haben oder inspirieren lassen wollen! (#03)

German Fashion: Die Anfahrt in die Stadt lohnt sich für alle, die etwas mit Mode zu tun haben oder inspirieren lassen wollen! (#03)

German Fashion: Wichtige Brands

Kommen wir nach all den Vorbetrachtungen endlich zu den wirklich wichtigen Dingen. Zu den Brands, die Sie im Auge behalten sollten. Welche Marken sind unverzichtbar? Gibt es Must-haves, die unbedingt in Ihren Kleiderschrank gehören? Ginetex als Verband der Pflegekennzeichnung gibt immer wieder eigene Listen heraus, doch auch wir haben die wichtigsten Brands aufgestöbert.

Beliebte Marken, nach denen in Deutschland in 2017 am häufigsten gesucht wurde, sind unter anderem:

  • H&M
  • Adidas
  • Esprit
  • Zara
  • S. Oliver
  • Engelbert Strauss
  • Nike
  • Orsay
  • Mango
  • Birkenstock
  • Vero Moda
  • Puma
  • Gucci

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt auch keine Rangfolge dar. Sie zeigt aber, dass Fast-Fashion-Retailer wie Zara und H&M ebenso vertreten sind wie Sportmarken und Mittelpreisler. Nur Gucci konnte sich hier platzieren, als einzige Top-Marke! Das bedeutet, dass zumindest in 2017 extrem hochpreisige Mode kaum eine Rolle spielte.

Dafür konnten sich aber Engelbert Strauss, Birkenstock und Ellesse positionieren und ihr Suchvolumen deutlich steigern (Quelle: https://www.gq-magazin.de/mode-stil/mode-news/modemarken-2017-google-171214).

Spannend: Die meisten dieser Marken sind nicht aus den Nachrichten oder durch Social Media bekannt, sind kaum auf großen Kampagnen zu finden. Beim Thema Onlineshopping spielen sie jedoch eine große Rolle, liefern gute Qualität zu annehmbaren Preisen.

In den letzten zwei Jahren wurden die Spitzenpositionen der Firmen neu besetzt, was scheinbar neuen Wind hereinbrachte und für mehr Aufmerksamkeit sorgte. (#04)

In den letzten zwei Jahren wurden die Spitzenpositionen der Firmen neu besetzt, was scheinbar neuen Wind hereinbrachte und für mehr Aufmerksamkeit sorgte. (#04)

Betrachten wir hingegen nur die High Fashion Labels, so stehen:

  • Boss
  • Tommy Hilfiger
  • Gucci
  • Michael Kors
  • Louis Vuitton

als altbekannte Marken ganz weit oben auf der Hitliste. German Fashion ist hier wenig flexibel und baut auf Brands, die in dieser Art schon lange da gewesen sind, sich größter Beliebtheit erfreuen und wohl auf die nächsten Generationen übergehen werden.

Dabei ist der Stil nicht zu abgehoben, sondern diese hochpreisigen Label bieten durchaus Alltagskleidung, die sich gut kombinieren lässt und die eher für einen klassischen, dennoch tragbaren Stil stehen. Dabei ist Boss das erfolgreichste Label, das sogar international bekannte „Schwergewichte“ wie Dior oder Chanel hinter sich lassen konnte.

Allerdings ist nicht sicher, ob es bei den Suchen der Modefans wirklich um das Einkaufen und Tragen solcher Mode geht oder ob nicht generell auch der Wunsch nach Information sehr groß ist.

Fakt ist aber, dass diese Marken definitiv im Auge behalten werden und das ist auch im kommenden Jahr nicht anders zu erwarten. Fazit der Modehäuser: In den letzten zwei Jahren wurden die Spitzenpositionen der Firmen neu besetzt, was scheinbar neuen Wind hereinbrachte und für mehr Aufmerksamkeit sorgte.

Fazit: German Fashion als Must-have

Geht es nun also darum, die Modelandschaft zu betrachten, so kommt niemand an den Modemarken vorbei, die bereits die letzten Jahre das modische Bild des Landes bestimmten und die das Modebewusstsein Deutschlands in die Welt hinaustragen. German Fashion ist ein Must-have. Kein Kleiderschrank kommt ohne die Teile der deutschen Designer aus. Dabei sind inzwischen sogar schon Internetversandhäuser dazu übergegangen, eigene Modelinien zu entwickeln, die sie zum günstigen Preis vertreiben. Auch das ist German Fashion!


Bildnachweis:© Shutterstock – Titelbild: Tinxi – #01: Everett Collection – #02: Svitlana Sokolova – #03: andersphoto – #04: andersphoto

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Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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