Piercing in der Schwangerschaft: Brustpiercing, Nabelpiercing & Co.

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Das Piercing in der Schwangerschaft ist heute gar nicht mehr so selten. Doch besonders das Bauchnabelpiercing bereitet der werdenden Mutter Bauchschmerzen, wenn sich das Baby ankündigt. Kann man es einfach an Ort und Stelle belassen?

Piercings – die wichtigsten Fakten im Überblick

Piercings gehören heute in der Gesellschaft mit dazu. Rund 3% der Männer und 9% der Frauen sind mit den kleinen Ringen und Steckern versehen. Die beliebtesten Piercings sind jedoch gar nicht am Bauch zu finden. Der Schmuck wird vor allem in den Ohren, an der Nase und am oder im Mund getragen.

  Frauen in Prozent Männer in Prozent
Ohrmuschel 46,4 36,7
Brust 1,0 11,4
Bauchnabel 36,8 3,8
Intimbereich 1,3 3,8
Mund 17,4 7,7
Nase 23,5 17,7
Auge 8,1 30,4

Wenn es auf die Geburt zugeht, dann fragen sich viele Frauen, ob das Piercing im Intimbereich zu Problemen führen kann. Tatsächlich ist es so, dass vor allem das Intimpiercing herausgenommen werden muss – und zwar nicht erst bei der Geburt. Bereits bei den Vorsorgeuntersuchungen weisen viele Frauenärzte auf die Entfernung hin.

Tipp:
Ein Brustpiercing stellt in der Schwangerschaft ein Problem dar. Einige Frauen leiden jedoch unter schmerzenden Brustwarzen. Hier kann es besser sein, das Piercing zu entfernen. Auch in der Stillzeit muss es herausgenommen werden.

Piercing in der Schwangerschaft  – was passiert mit dem Bauchnabelpiercing?

Je nachdem, wie stark der Bauch wächst, besteht die Gefahr, dass ein Loch im Bauchnabel reißt. Für Beauty und Schönheit ist dies natürlich nicht sehr förderlich. Da keine Frau vorher weiß, wie sich ihr Body verändert, kann ein Bauchnabelpiercing zum Problem werden, auch wenn ein Piercing in der Schwangerschaft eigentlich kein Problem ist. Wer sein Bauchnabelpiercing dennoch nicht entfernen möchte, der kann als Alternative ein Schwangerschaftspiercing nehmen. Diese bestehen aus PFTF, also Kunststoff. Die Stäbe sind besonders biegsam und es besteht auch keine Allergiegefahr.

Hinweis:
Ab dem vierten Monat sollte das Piercing in der Schwangerschaft aus Metall gegen das Schwangerschaftspiercing getauscht werden. Das macht in der Regel jeder Piercer. Gerade wenn es dann zum Ultraschall über den Bauch geht kann es jedoch sein, dass der Arzt um die Herausnahme des Piercings bittet.

Piercing in der Schwangerschaft stechen lassen

Wer einen Kinderwunsch hat, der denkt vielleicht nicht unbedingt über ein Piercing oder Tattoo nach. Wenn Frauen dann schwanger sind, kreisen die Gedanken der Eltern oft nur noch um das Baby. Dennoch gibt es immer wieder Schwangere, die über ein Piercing in der Schwangerschaft nachdenken. Das ist jedoch nicht empfehlenswert – sowohl für die eigene als auch für die Gesundheit des Kindes. Allergische Reaktionen sowie eine erhöhte Gefahr für Entzündungen sind hier vorhanden. Daher wird sich kein guter Piercer finden, der diesen Auftrag annimmt und ein Piercing neu sticht. Das ist für Mutter und Baby auch besser so.

Tipps für die Schönheit ohne Gefahren

Auch wenn das Piercing in der Schwangerschaft nicht gestochen werden sollte, so gibt es doch andere Möglichkeiten, den Körper in Szene zu setzen:

  • Intimrasur – eine Intimrasur ist durchaus möglich und wird von vielen Frauen durchgeführt.
  • Nase, Ohr und Lippen – bereits bestehende Piercings in Nase, Ohren, Lippen oder Augenbrauen können immer wieder durch neue Stecker ersetzt werden.
  • Haare tönen – Färbungen ohne Ammoniak sind in der Schwangerschaft unbedenklich
  • Piercing zum Aufkleben – es gibt Schmuck für den Körper, der nur aufgeklebt wird. Für die Schwangerschaft auf jeden Fall eine schöne Alternative.

Bildnachweis: © freeimages.com – Leo Cinezi

Über Iris Martin

Iris Martin

Iris Martin, Jahrgang bleibt ein gut gehütetes Geheimnis, ist Mutter zweier Kinder. Rabauke 1 und Rabauke 2 sind Wunschkinder ersten Grades, treiben ihre Eltern regelmäßig an den Rand der Verzweiflung und wissen sie von dort mit einem lieblichen Augenaufschlag wieder wegzuholen. Iris ist derzeit mit ihren beiden Jungs zu Hause, genießt das Leben als Vollzeitmami und hält das Chaos so im Rahmen. Neuen Herausforderungen stellt sie sich dabei gerne – immer gut gewappnet mit dem Wissen, das nur aktiv agierende Eltern haben können.

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