Atemübung vor dem Baby

0

Es gibt nichts Schöneres, als ein Baby zu bekommen. Dennoch sind viele Frauen verunsichert, wenn es auf die Geburt zugeht. Im Geburtsvorbereitungskurs werden Übungen für eine entspannende Atmung gezeigt. Eine Atemübung vor dem Baby – so wird es deutlich leichter, das Kind bald in den Armen zu halten.

Diese Atemübung vor dem Baby kann helfen

Wer sich die Zeit nimmt oder die Gelegenheit hat, einen Geburtsvorbereitungskurs zu besuchen, der sollte dies auf jeden Fall wahrnehmen. Sowohl für die werdende Mama als auch für den Papa kann es deutliche Vorteile haben, gute Atemübungen zu kennen. Bevor jedoch die Übungen selbst durchgeführt werden, sollten gewisse Grundregeln beachtet werden. Nicht alle Atmungen sind wirklich eine Erleichterung für die Schwangere. Eine falsche Atmung kann die Geburt auch negativ beeinflussen oder das Wohlbefinden der Schwangeren durchaus kippen lassen. Die nachfolgenden Atemregeln sind ein erster Leitfaden für die Atemübung vor dem Baby sowie die Geburt:

  1. Der Atem sollte ruhig gehalten werden.
  2. Es wird durch die Nase eingeatmet.
  3. Es wird durch den leicht geöffneten Mund ausgeatmet.
  4. Die Lippen werden locker gehalten.
  5. Es wird auf tiefe Töne ausgeatmet.
  6. Das eigene Atemtempo steht im Vordergrund.

Interessant zu wissen: Viele Frauen, die schon einmal eine Geburt erlebt haben, kennen die Anweisungen aus dem Kreissaal. Hier gibt es oft genug auch Hinweise zum richtigen Pressen oder Atmen. Eine Studie der Universität von Texas hat nun gezeigt dass diese Anwendungen gar nicht notwendig sind. Die Ergebnisse wurden im American Journal of Obstetrics and Gynecology veröffentlich. So zeigte sich, dass die Anweisungen selbst kaum einen Einfluss auf den Verlauf sowie die Dauer der Entbindung hatten. Die Ergebnisse machen deutlich, dass es immer eine gute Idee ist, auf sich selbst zu hören.

Atemübung in den drei Phasen der Geburt

Die Atemübung vor dem Baby kann über die Phasen der Geburt variieren. Sie lässt sich in drei Abschnitte teilen:

  1. Die Atmung in der Eröffnungsphase
    In dieser Phase zeigen die Wehen einen Rhythmus und kommen in immer kürzeren Abständen. Der Körper arbeitet, um den Muttermund zu öffnen und dem Baby so den Weg zu bereiten. Hier wird in den Bauch geatmet. Sobald die Wehe beginnt, atmet die Frau tief ein und schickt die Luft in den Bauch. Auf die tiefen Töne wird die Luft nach außen gelassen. Wichtig ist eine ruhige Atmung durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. Auch nach der Wehe wird die Atmung so noch einmal wiederholt.
  2. Die Atmung in der Übergangsphase
    In dieser Phase stellt sich das erste Mal der Drang ein, zu pressen. Dafür ist es jedoch noch deutlich zu früh. Daher nimmt die Atemübung vor dem Baby hier eine sehr wichtige Rolle ein. Wenn die Wehe beginnt, dann wird tief eingeatmet. Anschließend wird die Luft in kleinen Stößen langsam wieder ausgeatmet. Die Töne erinnern an das Hecheln von einem Hund. Daher wird diese Atmung oft auch als Hecheln bezeichnet. Die Atmung wird bis zum Ende einer Wehe durchgeführt. Anschließend wird über den Mund, der leicht geöffnet ist, ganz normal wieder geatmet.
  3. Die Atmung in der Austreibungsphase
    Die Austreibungsphase ist der letzte Schritt vor der Geburt. Nun kommt es nur noch darauf an, sich auf die Geburt selbst zu konzentrieren. Das ist gar nicht so einfach, denn die Wehen sind nun besonders schmerzhaft. Sie können mit der richtigen Atmung jedoch sehr gut gelindert werden. Dabei ist es wichtig, tief und ruhig einzuatmen. In dieser Phase ist eine Unterstützung durch den Partner oder durch die Hebamme nicht zu unterschätzen. Einige Frauen neigen zu einer Hyperventilation, die dann zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff führt. Das kann die Geburt aufhalten und im schlimmsten Fall zu einer Ohnmacht führen. Auch Sehstörungen und Schwindel sind möglich.

Tipp: Auch hier kommt das Hecheln noch einmal zum Einsatz. Bevor der Kopf des Babys da ist, wird noch einmal gehechelt. Auf diese Weise wird der Druck vom Kind genommen und das Kind kann sanft geboren werden. Dies ist für Mutter und Kind gleichermaßen angenehm.

Wichtig: Auch wenn Schwangere keinen Vorbereitungskurs besuchen, können sie sich durch die Hebamme ein paar Übungen zeigen lassen. Sehr beliebt ist es beispielsweise, einfach Seifenblasen zu pusten. Ein regelmäßiges Training hilft dabei, die Atmung ruhig und tief werden zu lassen. Das kann auch unter der Geburt sehr guttun.


Bildnachweis: © Fotolia – Robert Kneschke

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

Lassen Sie eine Antwort hier