Beikost: Ab wann der erste Brei gut für Dein Baby ist

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Eine Frage, die viele Eltern im ersten Lebensjahr ihres Babys beschäftigt, ist die Frage nach der Beikost. Ein Thema – zehn Antworten. Das sorgt natürlich für Verunsicherung. Fakt ist: Die WHO empfiehlt, das Baby die ersten sechs Lebensmonate voll zu stillen. Muttermilch ist die beste Nahrung für das Kind. Dennoch kommt irgendwann der Punkt, an dem der Brei ein Thema wird.

Es gibt nicht den perfekten Zeitpunkt für die Einführung der Beikost. Die grundsätzliche Empfehlung liegt bei einem Beikoststart zwischen dem 4. und 6. Lebensmonat. Letztendlich kommt es jedoch auf das Baby an. Es gibt spezielle Zeichen für die sogenannte Beikostreife:

  1. Babys zeigen Interesse am Essen der Eltern
  2. Das Baby hat vermehrten Speichelfluss
  3. Es kann allein oder mit wenig Unterstützung aufrecht sitzen
  4. Das Baby kann den Kopf allein halten
  5. Das Baby kann den Brei schlucken

Hinweis: Ein sicherer Test ist es, dem Baby einen Löffel Brei anzubieten. Schiebt es den Brei komplett wieder aus dem Mund heraus, dann ist es besser, noch ein wenig zu warten.

Beikost – der Start mit der ersten Mahlzeit

Idealerweise wird mit der Mittagsmahlzeit begonnen, um die Beikost einzuführen. Der Grund hierfür ist, dass die neue Nahrung für Babys für den Darm eine neue Herausforderung ist. So hat der Körper den restlichen Tag Zeit, das Essen zu verarbeiten. Noch immer wird meist mit Karottenbrei begonnen. Allerdings hat dieser den Nachteil, dass er stuhlfestigend wirkt. Das kann beim Baby für Schmerzen sorgen. Besser ist es, mit Pastinake oder Kürbis zu starten. Als besonders mild gilt auch die weiße Möhre. Diese hat jedoch ebenfalls eine stuhlfestigende Wirkung.

Die Beikosteinführung sollte immer unter dem Schutz der Muttermilch erfolgen oder der Pre-Nahrung. Ein Motto, das den Eltern ein wenig die Last nehmen sollte, ist: „Food before one is just for fun.“ Dies bedeutet, dass Kinder im ersten Lebensjahr vor allem das Essen kennenlernen sollen. Es dient nicht hauptsächlich zur Ernährung. Dafür ist die Muttermilch da.

Auf den Gemüsebrei folgt erst einen Kombination mit Kartoffeln oder Reis und schließlich kommt das Fleisch mit dazu. Einführen sollte sanft erfolgen, damit sich der Darm an die neuen Lebensmittel gewöhnen kann.

Die zweite Mahlzeit – nach vier Wochen geht es an die Abendmahlzeit

Nach der Mittagsmahlzeit geht es an das Abendessen. Hier wird empfohlen, zum Abend hin mit einem Milch-Getreidebrei zu beginnen. Hier stehen für die Kinder fertige Breie zur Verfügung. Es ist jedoch durchaus möglich, Getreideflocken mit Muttermilch anzurühren und diese dem Kind zu geben. So haben Eltern einen Überblick über die Inhaltsstoffe.

Nach den Mahlzeiten ist es empfehlenswert, das Baby noch zu stillen. Auf diese Weise wird die Beikost sanft eingeführt.

Die dritte Mahlzeit – Getreide und Obst in Kombination

Der nächste Schritt bei der Beikost ist schließlich die Kombination von Obst und Getreide als Zwischenmahlzeit. Auch hier ist es wichtig, nach und nach mit der Einführung der verschiedenen Obstsorten zu beginnen. Die Kombination von Obst und Getreide wird gerne als Zwischenmahlzeit zwischen Mittag und Abendbrot angeboten.

Ab dem 10. Monat wird empfohlen, das Baby am Familientisch teilhaben zu lassen. Es kann dann damit beginnen, das Essen der Familie einzunehmen. Zu Beginn wird dieses noch püriert.

Die Beikosteinführung in der Übersicht

  Ab dem 7. Monat Ab dem 8. Monat Ab dem 9. Monat
Morgens Muttermilch Muttermilch Muttermilch
Mittags Gemüse-Fleisch-Brei Gemüse-Fleisch-Brei Gemüse-Fleisch-Brei
Zwischenmahlzeit Muttermilch Muttermilch Obst-Getreide-Brei
Abendessen Muttermilch Getreidebrei Getreidebrei

Bildnachweis: © freeimages.com – Stephen Wall

Über Iris Martin

Iris Martin

Iris Martin, Jahrgang bleibt ein gut gehütetes Geheimnis, ist Mutter zweier Kinder. Rabauke 1 und Rabauke 2 sind Wunschkinder ersten Grades, treiben ihre Eltern regelmäßig an den Rand der Verzweiflung und wissen sie von dort mit einem lieblichen Augenaufschlag wieder wegzuholen. Iris ist derzeit mit ihren beiden Jungs zu Hause, genießt das Leben als Vollzeitmami und hält das Chaos so im Rahmen. Neuen Herausforderungen stellt sie sich dabei gerne – immer gut gewappnet mit dem Wissen, das nur aktiv agierende Eltern haben können.

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