Schwanger – wann Arbeitgeber informieren?

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Schwanger im Job – auch heute haben viele Frauen noch Angst davor, ihren Vorgesetzten über die bestehende Schwangerschaft zu informieren. Sie fragen sich: Wann ist der richtige Zeitpunkt, mit meinem Chef darüber zu sprechen? Was werden die Kollegen sagen? Welche Rechte habe ich? Der beste Zeitpunkt für ein Gespräch mit seinem Arbeitgeber ist nach zwölf Wochen, wenn die Schwangerschaft sicher ist. Je nach Beruf, in dem Sie tätig sind, dürfen Sie laut Mutterschutzgesetz gegebenenfalls einige Arbeiten nun nicht mehr verrichten.

Dazu zählen der Umgang mit giftigen oder radioaktiven Stoffen sowie Krankheitserregern, regelmäßiges Heben und Tragen von Lasten mit einem Gewicht über fünf Kilogramm, ständiges Stehen, ab dem dritten Monat die Arbeit in Beförderungsmitteln wie Bussen oder Flugzeugen, Akkord- und Fließbandarbeit sowie Nacht- und Sonntagsarbeit nach 20 Uhr. Ihr Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, Ihnen für den Zeitraum Ihrer Schwangerschaft eine andere Aufgabe zuzuweisen oder, wenn dies nicht möglich ist, von der Arbeit freizustellen. Die Bezahlung darf sich dabei nicht ändern.

Drei bis vier Monate vor Ihrem letzten Arbeitstag sollten Sie ein weiteres Mal auf Ihren Chef zugehen, um über Ihre konkreten Pläne zu den Themen Babypause und Wiedereinstieg zu sprechen. Damit Sie einen selbstbewussten Eindruck hinterlassen, sollten Sie sich schon vorher mit einigen Fragen auseinandersetzen: Wie lange möchten Sie Elternzeit in Anspruch nehmen? Welches Arbeitsmodell kommt für Sie in Frage (beispielsweise Teilzeit oder Home-Office)? Je professioneller und konkreter Sie Ihre Wünsche äußern, desto mehr kann Ihr Arbeitgeber darauf eingehen. Sinnvoll ist es außerdem, auch während der Elternzeit mit der Firma in Kontakt zu bleiben. So können Sie beispielsweise E-Mails schreiben, kranke Kollegen vertreten oder auch mal an Besprechungen teilnehmen.


Bildnachweis: © freeimages.com – Con Mani

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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