Milch, die Babys brauchen

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Milch macht müde Babys munter – doch was ist zu welchem Zeitpunkt die beste Alternative für Ihr Kind? Ob ganz natürliche Muttermilch, Folgemilch oder Pre-Milch: Viele Milchvarianten haben nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile. Milch, die Babys brauchen, soll nicht nur gesund sein, sondern auch wichtige Nährstoffe liefern. Heute geht es rund ums Thema Milch und die Ernährung Ihres Babys. Gesundheit und Wohlbefinden des Nachwuchses stehen dabei an erster Stelle.

Milch, die Babys brauchen: Wie kommt die Muttermilch in die Brust

Wie bei anderen Säugetieren auch hat die Natur bei uns Menschen vorgesorgt: Bereits ab Ende des zweiten Schwangerschaftstrimesters hat sich das Milchkanalsystem in der weiblichen Brust vollkommen entwickelt, um auch schon ein Frühgeborenes ernähren zu können. Doch wie entsteht menschliche Muttermilch überhaupt? Durch die Hormone, welche in der Schwangerschaft vom Körper produziert werden, wird das Fettgewebe in der Brust zunehmend in Drüsengewebe umgewandelt. Diese produzieren die Muttermilch, die von den Drüsen in die Milchgänge transportiert wird, welche zu den Brustwarzen führen. Saugt ein Baby an den Brustwarzen, gelangt die Muttermilch durch winzige Öffnungen in den Mund des Säuglings. Durch das Saugen des Kindes wird u.a. die Ausschüttung des Hormons Prolaktin angeregt und so die Milchbildung weiter stimuliert.

Während der ersten Tage des Stillens wird das Baby mit der sog. Vormilch versorgt. Diese Flüssigkeit erinnert vom Aussehen ein wenig an Sahne: Sie ist weiß, dick, cremig und sehr eiweißhaltig. Erst, wenn sich der reguläre Milchfluss eingestellt hat, kommt die ‚richtige‘ Muttermilch.

Muttermilch als vitaler Nährstofflieferant

Ob sich Frauen für oder gegen das Stillen entscheiden, ist Ihre persönliche Sache, die teilweise auch von gesundheitlichen Faktoren bedingt wird. Fakt ist, dass Muttermilch viele Vorteile mit sich bringt und aufgrund ihrer Nährstoffdichte landläufig als das beste Nahrungsmittel für Neugeborene gilt.

Ein sehr praktischer Aspekt ist zum einen die Körpertemperatur, die die Trinktemperatur der Milch beeinflusst. Milch, die Babys brauchen, muss nicht nur sehr verträglich sein, sondern auch über eine optimale Temperatur verfügen. Die der Muttermilch beträgt konstant 36 bzw. 37 Grad und eignet sich somit bestens für Ihren Säugling.

Ein weiterer Vorteil der Muttermilch sind die in ihr enthaltenen Nährstoffe. Auch hier hat die Natur wieder vorgesorgt. Jede Muttermilch hält einen individuell auf den Säugling abgestimmten Mix von Nährstoffen bereit. Dieser verändert sich mit der Entwicklung Ihres Babys und ist stets an die Bedürfnisse des Nachwuchses angepasst. Zudem ist Muttermilch reich an Pro- und Präbiotika sowie an Immunglobulinen, die jeweils das Immunsystem des Babys kräftigen und seine körpereigene Abwehr stärken.

Die Muttermilch ist nicht nur voll mit sättigenden Inhaltstoffen, sondern auch leicht verdaulich. Somit strengt sie den Verdauungsapparat Ihres Kindes nicht übermäßig an und zeigt sich gut verträglich. Wenn aus gesundheitlicher Sicht alles prima klappt, steht die Muttermilch für ein Rundum-Sorglos-Paket für Mutter und Kind. Muttermilch ist keimfrei, gesund und hervorragend an die Bedürfnisse des Säuglings angepasst. Zudem stimmen bei der Muttermilch jederzeit die Temperatur und die kostenfreie Verfügbarkeit.

Pre-Milch: Der Ersatz für Muttermilch aus der Flasche

Alle Mütter, die aus gesundheitlichen Gründen nicht stillen können oder aus anderen Gründen nicht stillen wollen, brauchen adäquaten Ersatz für die Muttermilch. Milch, die Babys brauchen, sollte vor allem nach der Geburt leicht verträglich sein und wertvolle Nährstoffe enthalten. Für Neugeborene empfiehlt sich vor allem die sog. Pre-Milch. Sie ist reich an essentiellen Inhaltsstoffen, die denen der Muttermilch ähnlich sind. Pre-Milchnahrungen enthalten ebenso wie die Muttermilch Laktose, jedoch keine weiteren Kohlenhydrate. Aus diesem Grund ist die Konsistenz der Pre-Milch sehr dünnflüssig. Pre-Milchnahrungen können dem Säugling vom ersten Tag an gefüttert werden und sind im gesamten ersten Lebensjahr eine gehaltvolle Alternative zu Muttermilch. Spezielle Inhaltsstoffe wie LCP, eine langkettige Zusammensetzung von ungesättigten Fettsäuren, sind besonders wertvoll für die Gesundheit des Säuglings. Vor allem die Entwicklung vom Nervensystem, dem Gehirn und der Sehstärke stehen in Verbindung mit diesen ungesättigten Fettsäuren, welche die Babys normalerweise durch die Muttermilch aufnehmen.

Video: Alles rund ums Milchpulver | Babynahrung | Säuglingsnahrung | mamiblock – Der Mami Blog


1-Nahrungen werden in der Regel als Folgenahrung für die Pre-Milchnahrungen genutzt. Die Milch mit der Deklaration ‚1‘ enthält neben dem Milchzucker noch weitere Kohlenhydrate, beispielsweise Maisstärke. Aus diesem Grund ist die Konsistenz dieser 1-Milch dickflüssiger als die der Pre-Milch und zumeist auch sättigender. 1-Milch sollte aufgrund des Sättigungsgehalts sorgsam gefüttert werden. Sollte Ihr Baby trotz des Sättigungsgehalts nicht satt werden, kann in der Lebensphase, in der noch keine Breikost zugefüttert wird, von 1-Nahrungen auch wieder auf die Pre-Milch umgestiegen werden. Achten Sie bei der Milch, die Babys brauchen, stets auf die Bedürfnisse Ihres Kindes.

Für Größere: Folgemilch, 2 oder 3-Nahrungen

Wenn Babys nicht mehr von 1-Milch satt werden, kann auf die 2-Nahrungen umgestiegen werden. Es wird nicht empfohlen, dies vor dem sechsten Lebensmonat zu tun, aber auch hier gilt wieder: Achten Sie auf die Bedürfnisse Ihres Babys. 2-Milch ist der Muttermilch nicht mehr so ähnlich und enthält neben Jod und Eisen auch zusätzliche Nährstoffe, weshalb diese Art der Milch noch sättigender ist als 1-Milch.

Ist Ihr Kind gesund und hat keine Allergien, kann ab dem ersten Lebensjahr auch Kuhmilch gefüttert werden. Als Alternative dazu gibt es Babynahrung der Kategorie ‚3‘. Diese 3-Milch enthält Vitamine und Mineralstoffe, die auf die Entwicklung eines Kleinkinds abgestimmt ist.

Wenn Sie unsicher sind, welche Milch die richtige für Ihr Baby bzw. Kleinkind ist, steht Ihnen der Kinderarzt beratend zur Seite. Er kann zudem seine Einschätzung abgeben, ob weiterhin Milch hinzu gefüttert werden sollte oder ob eine Breikost den Nährstoffbedarf Ihres Kindes deckt.

Video „Folgemilch aus Ziegenmilch“

Für sensible Babys: ‚HA‘-Milch

Kinder, die allergiegefährdet sind, sollten nach Abstimmung mit dem Kinderarzt mit ‚HA‘-Milch gefüttert werden. Diese Deklaration steht für ‚hypoallergen‘. ‚HA‘-Milch ist in der Regel besser verträglich, da das Eiweiß der Milch aufgespalten wurde. Auf diese Weise ähnelt das Eiweiß dem körpereigenen Stoff und das Baby reagiert auf die ‚künstliche‘ bzw. industriell hergestellte Milch nicht allergisch.

Milch, die Babys brauchen, auch richtig zubereiten

Sind Sie auf industriell hergestellte Säuglingsnahrung angewiesen, sollten Sie bei der Zubereitung unbedingt auf hochwertiges Wasser achten. Wasser aus Flaschen, das über die Deklaration „für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet“ verfügt, kann problemlos verwendet werden. Bei Leitungswasser gilt es, verschiedene Dinge zu beachten: Wasserleitungen aus Blei eignen sich ebenso wenig für die Zubereitung von Babynahrung, wie ein erhöhter pH- oder Nitratwert des Wassers.


Bilnachweis: © Fotolia – gradt

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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