Alkohol in der Frühschwangerschaft: Häufige Fragen

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Alkohol in der Frühschwangerschaft ist für viele Mütter und Eltern ein Thema, das sie mit Sorge erfüllt. Nicht selten ist der Grund für den Konsum von alkoholischen Getränken während einer Schwangerschaft, dass diese von der werdenden Mutter noch unerkannt ist. Bringt dann ein Schwangerschaftstest ein positives Ergebnis, plagen die zukünftigen Eltern Sorgen und Gewissensbisse. Wir klären zum Thema Alkohol in der Frühschwangerschaft auf.

Wie wirkt sich Alkohol in der Frühschwangerschaft auf das Baby aus?

Frauen, die nicht gezielt an der Kinderplanung arbeiten, bemerken eine Schwangerschaft meistens erst nach einigen Wochen oder sogar Monaten. In der Zeit bis zum positiven Schwangerschaftstest trinken Frauen daher oft ohne schlechtes Gewissen Alkohol und rauchen.

Der Konsum von Alkohol in den ersten beiden Wochen der Frühschwangerschaft hat in der Regel keine Auswirkungen auf die Gesundheit und Entwicklung des Embryos. Grund hierfür ist das so genannte „Alles-oder-nichts-Prinzip“.

Wie wirkt sich Alkohol in der Frühschwangerschaft auf das Baby aus #1

Wie wirkt sich Alkohol in der Frühschwangerschaft auf das Baby aus #1

Eine befruchtete Eizelle nistet sich nur dann in der Gebärmutter ein, wenn keine Schädigungen vorhanden oder diese reparabel sind. Daher kommt es bei Folgeschäden durch starken Alkoholkonsum in den ersten Tagen nach der Befruchtung üblicherweise gar nicht erst zu einer Schwangerschaft.

Außerdem ist die Eizelle in dieser Zeit noch nicht mit dem Blutkreislauf der Mutter verbunden. Deshalb werden Giftstoffe aus dem konsumierten Alkohol nicht an das ungeborene Baby weitergegeben.

In dieser Phase der Frühschwangerschaft ist der versehentliche Konsum von Alkohol daher meistens folgenlos für das Kind. Natürlich ist es trotzdem besser, auf Alkohol in der Frühschwangerschaft zu verzichten.

Richtiger Umgang mit dem Alkoholkonsum nach positivem Schwangerschaftstest

Sobald jedoch klar ist, dass eine Frau in wenigen Monaten ein Kind zur Welt bringen wird, gehören weder alkoholische Getränke noch Nikotin in den Alltag. Alkohol in der Frühschwangerschaft sollte nicht bewusst konsumiert werden, denn Alkoholika wie Wein, Bier, Sekt und Schnäpse werden über die Nabelschnur direkt in den Kreislauf des ungeborenen Kindes übertragen.

Dort können sie schwere Schäden bei der Entwicklung und Gesundheit auslösen. Verzichten Sie als werdende Mutter daher in allen Schwangerschaftswochen komplett auf Alkoholkonsum und schützen Sie damit sich und Ihr ungeborenes Kind.

Übrigens ist auch nach der Geburt der Genuss von alkoholischen Getränken nur dann möglich, wenn Sie Ihr Kind nicht stillen. Andernfalls geben Sie die Giftstoffe über die Muttermilch an Ihr Baby weiter.

Frauen mit einer Suchtproblematik sollten ihren Frauenarzt frühzeitig auf das vorhandene Problem ansprechen und Maßnahmen ergreifen. Auf eigene Faust einen kalten Entzug durchzuführen, bedeutet großen Stress für ungeborene Kinder und deren Mütter. Werdende Eltern sollten daher eng mit Fachärzten und Suchtberatern zusammenarbeiten.

Welche Folgen hat Alkoholkonsum nach der Frühschwangerschaft #2

Welche Folgen hat Alkoholkonsum nach der Frühschwangerschaft #2

Welche Folgen hat Alkoholkonsum nach der Frühschwangerschaft?

Werden auch nach dem Bekanntwerden der Schwangerschaft weiterhin in kleinen oder großen Mengen alkoholische Getränke konsumiert, schädigt das den Nachwuchs. Eine typische Krankheit bei diesen Kinder ist die fetale Alkoholspektrum-Störungen, kurz FAS genannt.

Sie beeinträchtigt die Entwicklung und das gesamte Leben der betroffenen Kinder. Die Folgen sind körperliche Störungen, geistig-intellektuelle Einschränkungen, emotionale Schwierigkeiten und soziale Probleme. Kinder, die mit dem FAS zur Welt kommen, benötigen ihr ganzes Leben lang besondere Unterstützung und Zuwendung. Ursache für diese Krankheit ist jedoch meistens nicht Alkohol in der Frühschwangerschaft, sondern im späteren Schwangerschaftsverlauf.

Fazit zum Thema Alkohol in der Frühschwangerschaft

Vermeiden Sie daher für die Gesundheit Ihres Kindes den Alkoholkonsum, sobald Sie einen positiven Schwangerschaftstest vorliegen haben. Sollten Sie Alkohol in der Frühschwangerschaft konsumiert haben, sprechen Sie mit Ihrem Gynäkologen darüber.

Je früher der Konsum stattfand, desto unwahrscheinlicher sind Auswirkungen auf die Gesundheit des Embryos. Eingehende Untersuchungen bringen Ihnen als Eltern Klarheit. Dadurch freuen Sie sich anschließend sorglos auf die Geburt Ihres gemeinsamen Kindes.


Bildnachweis: © fotolia, Titel: Mopic, #1: Dimitry Ersler, #2: itataekeerati

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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