36. Schwangerschaftswoche (SSW)

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Endspurt! Ab jetzt beginnt so langsam die Zeit des Wartens, auch wenn sich im Sinne der Gesundheit des Kindes wohl jede Mutter wünscht, dass die Geburt noch auf sich warten lässt – wenn jedoch die eigene Lage betrachtet wird, kann die restliche Schwangerschaft nicht schnell genug vergehen. Außerdem wächst die Sehnsucht auf das Kind, das die jungen Eltern nun endlich in den Armen halten wollen.

Babys Entwicklung in der 36. Schwangerschaftswoche (SSW)

SSW 36?  Das bedeutet, Sie sind nun 35 Wochen und eine bestimmte Anzahl von Tagen schwanger,  zum Beispiel SSW 35+0 Tage, SSW 35+1 Tag, SSW 35+2 Tage, SSW 35+3 Tage, SSW 35+4 Tage, SSW 35+5 Tage, SSW 35+6 Tage.

SSW 36?
Das bedeutet, Sie sind nun 35 Wochen und eine bestimmte Anzahl von Tagen schwanger,
zum Beispiel SSW 35+0 Tage, SSW 35+1 Tag, SSW 35+2 Tage, SSW 35+3 Tage, SSW 35+4 Tage, SSW 35+5 Tage, SSW 35+6 Tage.
Bild: © Fotolia – Olesia Sarycheva

Die Gewichtszunahme des Kindes geht nun ein bisschen langsamer voran, das Kleine wiegt jetzt etwa 2.750 Gramm und misst etwa 47 Zentimeter. Dabei handelt es sich natürlich wieder um Durchschnittswerte, denn jedes Kind ist anders und entwickelt sich schneller oder langsamer als andere.

In der 36. Schwangerschaftswoche hat sich das Kind meist in der richtigen Geburtsposition platziert und es ist weniger wahrscheinlich, dass es sich noch einmal dreht. Leider gilt das natürlich auch in dem Fall, wenn die Geburtslage falsch ist – eine Beckenendlage wird sich nur noch selten richtig herum drehen.

Jetzt ist der Zeitpunkt für das sogenannte Einstellen gekommen: Wenn das Baby mit dem Köpfchen nach unten liegt, rutscht es nach und nach tiefer ins Becken, der Kopf erreicht schon bald das kleine Becken. Die optimale Lage sieht so aus: Das Kind liegt mit dem Kopf nach unten und mit dem Gesicht nach hinten. Ein kleiner Sternengucker (Gesicht nach vorn, also zum Bauch der Mutter) hat es oft schwerer bei der Geburt. Für Mehrgebärende ist das kein Problem, doch bei einer Erstgebärenden kann diese Lage schwierig werden. Frauen, die bereits eines oder mehrere Kinder auf die Welt gebracht haben, bekommen teilweise nicht einmal bei einer Beckenendlage ein Problem, wohingegen bei einer Erstgebärenden meist ein Kaiserschnitt bei dieser Diagnose durchgeführt wird. Auf jeden Fall muss ein Kind in einer solchen Lage in der Klinik zur Welt gebracht werden, Geburtshäuser nehmen die Schwangeren nur bei einer normalen Lage auf.

Ärzte und Hebammen schaffen es übrigens oft mit geübten Griffen, die Lage des Kindes ein wenig zu verändern, sodass die Geburt deutlich leichter wird.

Mamas Zustand in der 36. Schwangerschaftswoche (SSW)

Sie können endlich aufatmen: Das Luftholen geht nun deutlich leichter und der Schwangerschaftsbauch sitzt tiefer. Teilweise können Sie spüren, ob sich das Kind eingestellt hat: Setzen Sie sich dazu auf einen Stuhl mit harter Sitzfläche. Wenn das unangenehm drückt, ist das in der Regel das Zeichen dafür, dass das Kind mit dem Kopf ins Becken gerutscht ist. Der Kopf übt nun einen größeren Druck auf den Beckenboden aus.

Vielen Frauen fällt der tiefer sitzende Bauch ohnehin beim Sitzen auf, wenn der Bauch nämlich auf den Oberschenkeln zu liegen kommt. Wer das Einstellen nicht spüren kann, muss aber keine Bedenken haben: Nicht jede Frau merkt dies so einfach. Wer bereits ein Kind zur Welt gebracht hat, muss zudem damit rechnen, dass sich der erneute Nachwuchs erst unter der Geburt einstellt. Geschwisterkinder lassen sich gern ein wenig Zeit.

Sie merken jetzt weniger deutlich, dass sich Ihr Kind bewegt, denn es hat nun kaum noch einen großen Bewegungsspielraum. Es stößt mit dem Kopf gegen den Beckenboden oder tritt mit den Füßen nach oben – ein wildes Gezappel ist aber längst Vergangenheit.

Erste Wehen?

Die Senkwehen, die teilweise schon in der 34. Schwangerschaftswoche auftreten, zeigen sich häufig erst in der 36. Schwangerschaftswoche. Das Kind wird damit tiefer in das Becken geschoben. Senkwehen sind oft unangenehm und äußern sich als Ziehen im Rücken und bewirken ein allgemeines Unwohlsein. Allerdings gibt es auch viele Frauen, die die Senkwehen gar nicht spüren und überrascht sind, wenn der Arzt dann bei der Untersuchung feststellt, dass diese Wehen irgendwann da gewesen sein müssen.

Sofern Ihr Partner oder eine andere Person, die Ihnen notfalls aus der Wanne helfen kann, bereitsteht, können Sie sich auch gemütlich in die Badewanne legen, wenn Sie Senkwehen haben. Das warme Wasser entspannt und die Senkwehen verschwinden. Für diese gilt Ähnliches wie für die Übungswehen: Im warmen Wasser verschwinden sie. Geburtswehen würden sich hier verstärken.


Bildnachweis: © Fotolia – DN6

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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